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Lauda-Basis in Wien bleibt bestehen

Lauda, die Beschäftigten und die Gewerkschaft Vida haben im Streit um einen neuen Kollektivvertrag einem Kompromiss der österreichischen Wirtschaftskammer zugestimmt. Die Lauda-Basis in Wien bleibt erhalten - schrumpft aber gewaltig.

Ein Airbus A320 von Lauda am Flughafen Düsseldorf. © Flughafen Düsseldorf

Die Lauda-Basis Wien wird doch nicht geschlossen. Das teilte das die Ryanair-Tochter jetzt mit. Lauda starte ab dem 1. Juli von Wien aus wieder zu 23 Zielen in Europa. Dazu würden zunächst nur drei und ab August zehn der ursprünglich geplanten 16 Airbus A320 in Wien eingesetzt, hieß es.

Die Sozialpartner in Österreich hatten sich Ende der Woche auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt, den die Geschäftsführung und auch rund 90 Prozent der Piloten und 66 Prozent Flugbegleiter bereits zuvor akzeptiert hatten. Nach zähen Verhandlungen und Demonstrationen der Mitarbeiter hatte schlussendlich auch die Gewerkschaft Vida ihre Zustimmung gegeben.

"Nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen und den wiederholten Versuchen der Wirtschaftskammer, einen Kompromiss herbeizuführen, konnte nun eine Lösung erzielt werden", hatte die Wirtschaftskammer Österreich mitgeteilt und bereits am Freitag die Einigung verkündet.

Stellenstreichungen trotz Einigung

Dieser Einigung stimmte nun auch Ryanair zu. "Gemeinsam werden wir eine neue und erfolgreiche Lauda bauen und unser Ziel Lauda zu Österreichs Fluggesellschaft Nummer Eins zu machen, erreichen", sagte Lauda-Geschäftsführer David O’Brien.

Österreich, Wien: Zwei Töchter eines Piloten der Fluggesellschaft Laudamotion, die einen Mundschutz tragen, halten neben ihrem Vater bei einem Protest Schilder hoch. Foto: © dpa, Helmut Fohringer/APA

Nach Angaben der Gewerkschaft bekommen Flugbegleiter nun ein Mindestgehalt von 20.160 Euro im Jahr, was 44 Prozent mehr sei, als zu Beginn der Verhandlungen von Lauda angeboten. Co-Piloten sollen demnach 28.000 jährlich beziehungsweise 18 Prozent mehr erhalten. Im Gegenzug würden die Kapitäne auf 300 Euro monatlich verzichten. Zudem sollen Passagen gestrichen worden seien, die Vida als nicht gesetzkonform abgelehnt hatte.

Wegen der Corona-Krise würden dennoch einige Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, aber nicht alle 500, wie es bei Schließung der Basis der Fall gewesen wäre. "Die Arbeitsplätze aller unserer Piloten und Flugbegleiter, die unseren Kollektivvertrag akzeptiert haben, werden wahrscheinlich gerettet", kündigte der Airline-Chef an.

© dpa, Helmut Fohringer/APA Lesen Sie auch: Lauda kann Gehälter in Deutschland nicht auszahlen

Die mehr als 200 Piloten und Flugbegleiter der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda an den deutschen Standorten in Stuttgart und Düsseldorf müssen derweil weiter um ihr Mai-Gehalt bangen. Der Billigflieger teilte den Mitarbeitern in einer E-Mail mit, man habe aktuell nicht die nötigen Mittel. Man hoffe, das Mai-Gehalt so schnell wie möglich im Juni auszahlen zu können. Das Schreiben vom Donnerstag liegt airliners.de vor.

Von: dh

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