Verdi unterzeichnet Kurzarbeit-Vereinbarung für deutsche Lauda-Beschäftigte

Lauda kann laut Medienberichten ihren Mitarbeitern in Deutschland das April-Gehalt nur auszahlen, wenn diese Kurzarbeit akzeptieren. Jetzt hat sich die Airline eigenen Angaben zufolge mit Verdi geeinigt.

Michael O'Leary und Andreas Gruber. © Ryanair

Die österreichische Ryanair-Tochter Lauda hält den Streit um Kurzarbeit in Deutschland für bereinigt. Die Gewerkschaft Verdi habe jetzt eine Vereinbarung sowohl für die Flugbegleiter als auch für die Piloten unterschrieben.

"Wir haben sie heute bei den deutschen Behörden eingereicht, um die Verzögerungen bei den April-Gehältern zu minimieren", schrieb Personalchef Robert Wall am Dienstag den betroffenen Mitarbeitern in einem Brief, der der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorliegt.

Die Gehälter für April sollen nun - leicht verspätet - in der ersten Mai-Woche ausbezahlt werden, heißt es in der Info an die in Stuttgart und Düsseldorf stationierten Mitarbeiter weiter. Der deutschen Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sei die mit Verdi abgeschlossene Kurzarbeitsvereinbarung für die Piloten weitergeleitet worden, damit diese sich der Vereinbarung anschließen könne.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Gewerkschaften fordern Staatshilfen nur gegen Jobgarantien

Lauda hatte in Deutschland laut einem Medienbericht die Gehaltszahlung für April von einer Einigung auf Kurzarbeit abhängig gemacht. Mangels Buchungen sei kein Geld vorhanden, um die April-Gehälter für die in Deutschland stationierten Piloten und Flugbegleiter auszuzahlen, schrieb das Onlineportal "Aviationnet.online" unter Berufung auf ein internes Schreiben.

Ohne Kurzarbeit habe Lauda darin den Betrieb in Düsseldorf und Stuttgart in Frage gestellt. Eine offizielle Bestätigung für die Informationen gab es nicht. Die Lauda-Pressestelle gab auf Nachfrage der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorerst keine Stellungnahme ab.

Ähnlicher Konflikt auch in Österreich

Der Konflikt erinnert an den Streit um die Kurzarbeit für die 550 Lauda-Mitarbeiter in Österreich. Dort hatte sich die Kurzarbeit um rund einen Monat verzögert, weil das Unternehmen den Betriebsrat nicht anerkannte. Ende März hatte die Billigfluglinie, die aus der Niki hervorgegangen war, ihre Beschäftigten in Wien zusätzlich auch zur Kündigung angemeldet. Inzwischen ist die Kurzarbeit bewilligt, die Kündigungen sind damit vorerst vom Tisch.

Von: dpa-AFX, br

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