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Landesregierung sieht Flughafen Saarbrücken auf gutem Kurs

Die saarländische Landesregierung sieht den Airport Saarbrücken im Aufwind. Zum Sommerflugplan gibt es mehr wöchentliche Flüge als bisher geplant. Eine wichtige Rolle spielt ein bisheriger Hauptkunde des insolventen Nachbar-Flughafens Zweibrücken.

Ein Follow-Me-Fahrzeug auf dem Vorfeld des Flughafens Saarbrücken. © dpa / Oliver Dietze

Der Flughafen Saarbrücken befindet sich nach der positiven EU-Entscheidung im Aufwind. Zum Sommerflugplan gebe es neben wöchentlich 47 Linienflügen 34 Charterflüge und damit 18 mehr als bisher geplant, berichtete Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) in Saarbrücken. Reiseziele wie Mallorca, die türkische Riviera und das Schwarze Meer würden mehrmals wöchentlich angeflogen.

Tuifly - bisher Hauptkunde des insolventen Nachbar-Flughafens Zweibrücken - werde 15 Abflüge pro Woche anbieten und ein Flugzeug in Saarbrücken stationieren. Im Auftrag von Thomas Cook seien neben vier Flügen nach Antalya/Türkei je ein Flug nach Burgas/Bulgarien und nach Enfidah/Tunesien geplant. Damit hätten alle wichtigen deutschen Reiseveranstalter Angebote ab Saarbrücken im Programm, sagte Rehlinger. Die Fluggastzahlen würden 2015 voraussichtlich auf 500.000 steigen. In diesem Jahr wird mit insgesamt 400.000 gerechnet.

Die EU-Kommission hatte entscheiden, dass alle Subventionen für den Regionalairport beihilfekonform waren. Dagegen müssen die Betreiber des nur 40 Kilometer entfernten Flughafens Zweibrücken 47 Millionen an Subventionen zurückzahlen. Deshalb haben sie Insolvenz angemeldet.

© dpa, Oliver Dietze Lesen Sie auch: Flughafen Zweibrücken muss millionenschwere Beihilfe zurückzahlen

Von: dpa

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