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Landesregierung sieht weiter Chancen für Flughafen Hahn

Die CDU zeigt sich besorgt um die Zukunft des Regionalflughafens. Spitzenkandidat Baldauf fordert Klarheit von der Regierung in Mainz. Innenminister Lewentz sieht keine Anzeichen für einen Rückzug der chinesischen Eigentümer.

Eine Ryanair-Maschine am Flugahfen Hahn. © dpa - Bildfunk / Thomas Frey

Trotz der jüngsten Wirren um die künftige Rolle des irischen Billigfliegers Ryanair sieht die rheinland-pfälzische Landesregierung weiter Zukunftschancen für den Regionalflughafen Hahn. "Ich habe keine Signale vom jetzigen Eigentümer HNA, dass sie sich zurückziehen wollen", sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die CDU rief die Landesregierung auf, bei der künftigen Entwicklung des im Hunsrück gelegenen Flughafens für Klarheit zu sorgen.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Frühjahr 2021, Christian Baldauf, erklärte am Sonntag im Anschluss an ein Gespräch mit Unternehmern und Kommunalpolitikern am Hahn: "Wir fordern eine klare Aussage der Landesregierung, ob sie weitere Flächen des Hunsrück-Airports verkaufen will." Er fügte die Frage hinzu: "Steht das Land noch hinter dem Flughafen?" Region, Geschäftsleute und ansässige Betriebe am Hahn seien in großer Sorge.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Licht erklärte, dass es jetzt Antworten geben müsse "zum derzeit verhandelten Verkauf weiterer Flächen, den sogenannten Optionsflächen aus dem Kaufvertrag an die HNA Airport Group". Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zu einer möglichen Schließung der Ryanair-Basis am Hahn seien beunruhigend. Mit Blick auf den chinesischen Eigentümer des Flughafens sagte Licht: "Es kann nicht sein, dass das Schicksal einer ganzen Region in den Händen der KP in China liegt."

Innenminister Lewentz sagte, er sehe weiterhin Chancen für die künftige Bedeutung des Regionalflughafens als Teil eines Verbundsystems im Luftverkehr. Die Corona-Pandemie habe jetzt zwar den Flugverkehr durcheinandergewirbelt. "Aber irgendwann wird die alte Situation wieder erreicht", sagte der SPD-Landesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Gigant Rhein-Main-Flughafen Frankfurt kann mit Blick auf die Belastung des Rhein-Main-Gebietes nicht immer weiter wachsen", sagte Lewentz. Hier böten kleinere Flughäfen wie der Hahn zusätzliche Kapazitäten. Der Hahn habe eine erhebliche Bedeutung als Frachtflughafen. "Ich hoffe, dass der Hahn als einer der ganz wenigen Flughäfen mit Nachtfluggenehmigung auch aus seinem derzeitigen Dornröschenschlaf als Passagierflughafen aufgeweckt werden kann." Wenn die irische Billigfluggesellschaft Ryanair künftig womöglich eine weniger dominante Rolle auf dem Hahn spiele, könne darin auch eine Chance für andere gesehen werden, sagte der Innenminister, der 2017 maßgeblich am Verkauf der Landesanteile am Flughafen Hahn an die chinesische HNA Airport Group beteiligt war.

Von: dpa

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