Personal & Karriere "Tarifvertrag Covid", Kurzarbeitergeld-Erhöhung, neuer Lufthansa-Hub-CEO

Das wöchentliche airliners.de-Personalmanagement-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit: Erhöhtem Kurzarbeitergeld, dem "Tarifvertrag Covid" im öffentlichen Dienst und dem neuen Lufthansa-Hub CEO in München.

Eine Flugbegleiterin von United mit Atemschutzmaske. © United Airlines

Jour fixe auf airliners.de: Immer sonntags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Human Resources, Beruf und Karriere. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Personal

Die Große Koalition hat sich auf eine weitere Erhöhung des Corona-Kurzarbeitergeldes geeinigt. Ab dem vierten Monat soll sich die staatliche Leistung von derzeit 60 Prozent - bei Eltern 67 Prozent - des Lohnausfalls auf 70 erhöhen. Ab dem siebten Monat werden 80 von der Arbeitsagentur übernommen. Für Eltern lauten die erhöhten Sätze 77 sowie 87 Prozent.

Der Welt-Airline-Verband Iata rechnet mit starken volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund des vielerorts eingestellten Luftverkehrs. Für Deutschland rechnet der Verband für 2020 mittlerweile mit 103 Millionen Passagieren als vor der Corona-Krise angenommen. Das könne zum Verlust von rund 480.000 Arbeitsplätzen und einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts von 34 Milliarden Dollar (rund 31,5 Milliarden Euro) führen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat einen drastischen Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Nach der Corona-Pandemie soll die Belegschaft um rund 10.000 Stellen geschrumpft sein. Verdi fordert schnelle staatliche Hilfen für die Fluggesellschaft. Weiterlesen

Verdi, DBB Beamtenbund, Tarifunion und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben mitgeteilt, die Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit für Beschäftigte des Öffentliches Dienstes abgeschlossen zu haben. Der sogenannte "Tarifvertrag Covid" könnte auch Auswirkungen auf die sich in der öffentlichen Hand befindlichen Flughäfen in Deutschland haben.

Verdi, die Vereinigung Cockpit und zahlreiche Personalvertretungen von Luftverkehrsfirmen fordern in einem offenen Brief an die Bundesregierung, Staatshilfen an den Erhalt von Arbeitsplätzen zu koppeln. Weiterlesen

© Lufthansa, Gregor Schlaeger Lesen Sie auch: Große Unterschiede bei der Corona-Kurzarbeit in Cockpit und Kabine Analyse

Corona-Schutzmaßnahmen

Emirates hat zum Schutz von Passagieren und Mitarbeitern vor Covid-19 verschiedene Maßnahmen erlassen. Laut Mitteilung bekommen alle Mitarbeiter Schutzkleidung, Reisende dürfen bis auf wenige Ausnahmen kein Handgepäck mehr mit an Bord nehmen und zwischen zusammenreisenden Personen lässt der Golf-Carrier einige Plätze frei.

Korean Air stellt ihrem fliegenden Personal ab sofort Schutzanzüge sowie Schutzbrillen zur Verfügung. Laut Mitteilung will die Airline damit sowohl Passagiere als auch das Kabinenpersonal schützen. Aktuell fliegt Korean Air nur Fracht nach Frankfurt.

Als nach eigenen Angaben erste große Airline in den USA hat United Airlines eine Maskenpflicht für ihre Flugbegleiter eingeführt. Die 25.000 Kabinenmitarbeiter würden umgehend dazu angewiesen, die Masken dauerhaft zu tragen.

Vier Personalunternehmen von Billigflieger Norwegian melden in Dänemark und Schweden Insolvenz an. Betroffen sind rund 4700 Beschäftige. Gleichzeitig plant die Airline gewagte Umschuldungspläne. Weiterlesen

Das fliegende Personal bei der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda soll einem günstigeren Kollektivvertrag zustimmen. Andernfalls droht die Konzernmutter damit, die Basis in Wien zu schließen und selbst zu übernehmen, schreibt "Aviationnetonline".

© Ryanair, Lesen Sie auch: Verdi unterzeichnet Kurzarbeit-Vereinbarung für deutsche Lauda-Beschäftigte

Qatar Airways wird aufgrund der Corona-Pandemie einigen Mitarbeitern in mittleren und höheren Positionen nur die Hälfte ihres regulären Gehalts auszahlen, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Die Maßnahme gelte für die kommenden drei Monate. Die einbehaltenen Einkünfte will die Airline später zurückbezahlen.

Die polnische Fluglinie Lot will trotz der Coronakrise ihr gesamtes Flugpersonal weiter beschäftigen. Es werde aber neue Modalitäten bei den Gehaltszahlungen geben, teilte die Airline mit. Weiterlesen

South African Airways hat alle rund 4700 Mitarbeiter entlassen, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Abfindungen will die Airline indes mit dem Verkauf von Vermögenswerten finanzieren. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die südafrikansiche Regierung beschlossen hatte, keinerlei staatliche Hilfen mehr an South African Airways zu zahlen.

In der Boeing-Passagierflugzeugsparte sollen bis zu 7000 Stellen gestrichen werden. Der ohnehin wegen der 737-Max geschwächte Hersteller ist von zahlreichen Stornos im Zuge der Corona-Krise betroffen. Jetzt beginnen Verhandlungen mit dem US-Finanzministerium. Weiterlesen

Köpfe-Meldungen

Ola Hansson wird neuer CEO für den Lufthansa Hub in München. Laut Mitteilung übernimmt er die Position zum 1. Mai von Wilken Borken, der im Lufthansa-Konzernvorstand künftig den Bereich Lufthansa Group Finance verantwortet. Hansson ist derzeit CEO und Geschäftsführer Operations Lufthansa Aviation Training.Foto: © Lufthansa

Uwe Kotzan ist vom Aufsichtsrat der Baden-Airpark GmbH zum neuen Geschäftsführer der Gesellschaft ernannt worden. Laut Mitteilung folgt er auf Manfred Jung, der zum 31. Dezember in den Ruhestand geht. Kotzan ist aktuell Chef am Flughafen Erfurt-Weimar.< Foto: © Flughafen Erfurt/Weimar

Florian Weh ist neuer Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (AGV Move), teilte die Deutsche Bahn mit. Weh war zuvor bei der Lufthansa Group tätig und leitete dort das Verhandlungsmanagement. Der Verband hat 56 Mitgliedsunternehmen und betreut rund 400 Tarifverträge. Foto: © Deutsche Bahn

Von: airliners.de

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