Krisenkabinett erwägt Qurantänepflicht für alle internationalen Passagiere

Das Innenministerium soll die Übernahme die scharfen Einreisebedingungen in der Corona-Krise an den europäischen Binnengrenzen auf die Flughäfen planen. Das würde Zurückweisungen oder eine Quarantänepflicht nach sich ziehen.

Beamte in Schutzanzügen sehen zu, wie Passagiere italienischer Kreuzfahrtschiffe von einem Qatar Airways-Flug am internationalen Flughafen Perth aussteigen. © dpa / Richard Wainwright/AAP

Das Corona-Krisenkabinett will am Montag über mehr Grenzkontrollen beraten. Nach Informationen des "Spiegel" soll in der Sitzung auch über eine mögliche Quarantänepflicht für alle ankommenden Flugreisenden gesprochen werden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) überlegt nach Informationen der dpa schon seit einigen Tagen, ob es sinnvoll sein könnte, auch an den restlichen Grenzen Kontrollen einzuführen. Bislang gibt es dazu allerdings noch keinen Konsens in der Bundesregierung.

Bisher 60.000 Menschen an Binnengrenzen zurückgewiesen

Das Innenministerium will dem Bericht zufolge nun auch für die Grenzen nach Polen, Tschechien, Belgien und die Niederlande sowie an den Flughäfen die strengen Einreisebedingungen einführen, um "Umgehungstatbestände" zu verhindern, wie es heißt.

Derzeit kommen demnach täglich 20 000 Menschen aus Drittländern nach Deutschland, die nach Ansicht des Innenministeriums das Coronavirus ins Land bringen könnten. Zusätzlich soll es deshalb eine Quarantänepflicht für alle geben, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen.

In den bislang von Kontrollen betroffenen fünf Ländern seien bislang rund 60.000 Menschen zurückgewiesen worden, die keinen triftigen Grund zur Einreise angeben konnten, berichtete "Spiegel Online" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium

Von: dk, dpa

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