Kreise: Cerberus zeigt offenbar Interesse an HNA-Firma Swissport

Der aus New York stammende Investmentfonds Cerberus Capital prüft offenbar Investitionen in den Schweizer Flughafen-Dienstleister Swissport.

Ein Gebäude des Airline-Dienstleisters Swissport. © Swissport

Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Swissport gehört zum finanziell angeschlagenen chinesischen Mischkonzern und Deutsche-Bank-Großaktionär HNA. Cerberus Capital wurde auch schon mit einer Übernahme der angeschlagenen Alitalia in Verbindung gebracht.

HNA arbeite mit Beratern zusammen, um Möglichkeiten für Swissport zu sondieren, unter anderem den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Den Quellen zufolge könnte Swissport HNA im Falle eines Verkaufs bis zu 3 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen, hieß es in dem Bericht weiter. Vertreter von HNA und Cerberus lehnten eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg ab.

Gerüchte um Swissport-Zukunft nicht neu

Im April dieses Jahres hatten bereits Gerüchte die Runde gemacht, dass der aus Singapur stammende Staatsfonds Temasek Investitionen in den Flughafen-Dienstleister Swissport prüfe. Seither war diesbezüglich zumindest öffentlich nichts mehr zu vernehmen. Im selben Monat hatte HNA auf einen zuvor geplanten Gang von Swissport an die Schweizer Börse SIX wegen "ungünstiger Marktlage" verzichtet.

HNA arbeitet daran, seinen Schuldenberg über milliardenschwere Immobilien-und Anteilsverkäufe zu verkleinern. Im April hatte HNA seinen Anteil an der Deutschen Bank von 9,9 auf 7,9 Prozent reduziert und angekündigt, seine 26-prozentige Beteiligung an der Hilton-Hotelkette in Höhe von mehr als sechs Milliarden US-Dollar ganz oder teilweise zu verkaufen.

Von: dpa-AFX, br

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