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Kostenlose Corona-Tests für NRW-Einreisende aus Risikogebieten

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland über einen Flughafen in Nordrhein-Westfalen einreist, dem bietet das Land einen kostenlosen PCR-Test an. Schon seit dem 25. Juli 2020 sollen die ersten Flughäfen bereit sein.

Blick auf das Terminal des Airports Düsseldorf auf der Abflugebene. © Flughafen Düsseldorf

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, kurzfristig Corona-Testkapazitäten für Einreisende an Flughäfen zu schaffen, die bisweilen kostenlos sind. Dieses Angebot gilt allerdings nur, wenn die Einreiseden aus einem Risikogebiet kommen, wie es das Robert-Koch-Institut (RKI) definiert. Das Gros der heimkehrenden Urlauber kann das kostenlose Angebot also nicht nutzen.

Die Landesregierung arbeitet diesbezüglich mit den Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe zusammen. Zwei von insgesamt vier Flughäfen sollen die Arbeit bereits am Samstag, dem 25. Juli, aufnehmen. Das gilt für die Flughäfen Dortmund und Düsseldorf. Der Flughafen Münster/Osnabrück wird erst ab Dienstag, den 28. Juli, Tests anbieten können. Der Flughafen Köln/Bonn ist noch in der Planungsphase. Geplant ist, das von der Stadt Köln und der Johanniter Unfallhilfe betriebene Testzentrum in das Projekt einzubinden.

Für den Flughafen Düsseldorf nennt das Land bereits Details, wie der Prozess aussehen wird. Er ist vergleichsweise aufwendig, da ärztliches Personal eingesetzt wird. Vier Mal pro Tag werden die Proben gesammelt zu einem Labor geschickt. Das Testergebnis erhalten Reisende in der Regel binnen drei Tagen und können dies online überprüfen.

Laut Mitteilung landen an den vier Flughäfen, an denen Corona-Testzentren eingerichtet werden, pro Woche voraussichtlich mehr als 15.000 Fluggäste aus Risikogebieten. Für die Ein- oder Rückreise in das Bundesland Nordrhein-Westfalen gelten strenge Quarantänebestimmungen (PDF), sollte das Land, aus dem der Fluggast kommt, zu den Risikoländern gehören. Das RKI aktualisiert diese Liste regelmäßig. Zum Stand 24. Juli finden sich beispielsweise Bosnien-Herzegowina, Luxemburg, Serbien und Weißrussland als europäische Destinationen in der RKI-Risikoliste. Auch weiter entfernte wichtige Flugziele, wie Ägypten, die Türkei oder die USA, sind dort gelistet.

Eingeschleppte Infektionen sind noch gering, fallen statistisch aber bereits auf

Bisher fallen Rückreisende in den Lageberichten des RKI noch nicht groß in der Statistik auf. Das Institut hat zuletzt am 21. Juli die sogenannten Expositionsländer aufgelistet. Dies geschieht derzeit nicht täglich. Der Großteil der Infektionen in den Kalenderwochen 26 bis 29 stammte zu diesem Stichtag aus Deutschland mit über 7.000 Nennungen. Leichte Auffälligkeiten gab es mit Herkunft aus Serbien (224), Kosovo (147), der Türkei (43) und Bosnien-Herzegowina (42). Alle diese Länder sind derzeit Risikogebiete. Die Werte sind, im Vergleich zum RKI-Bericht vom 15. Juli, der die Meldewochen 25 bis 28 beinhaltet, leicht gestiegen.

Der nächste Bericht, der Expositionsländer beinhaltet, dürfte vermutlich erst Mitte nächster Woche erscheinen. Das RKI äußerte sich allerdings am 24. Juli bereits besorgt zu den aktuellen Neuinfektionen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Auch Reiserückkehrer fallen nun auf. "Bundesweit gibt es viele kleinere Geschehen in verschiedenen Landkreisen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen stehen, zum Beispiel größeren Feiern im Familien- und im Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen. Hinzu kommt, dass COVID-19-Fälle zunehmend unter Reiserückkehrern identifiziert werden."

Von: as

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