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Kompromiss im Fluglärmstreit mit der Schweiz angestrebt

Im deutsch-schweizerischen Fluglärmstreit soll bis zum Jahresende eine Lösung gefunden werden. An der Frage, wie diese aussehen soll, scheiden sich jedoch die Geister.

Airside Center des Flughafen Zürich © Flughafen Zürich

Der Südwesten dringt auf eine baldige Lösung im deutsch-schweizerischen Fluglärmstreit. «Jetzt müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es ist lange genug diskutiert worden», sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder aus Villingen-Schwenningen den «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag).

Er sei sich mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einig, dass «wir bis Jahresende eine Lösung brauchen». Die von der Bundesregierung eingesetzte gemeinsame Arbeitsgruppe werde demnächst erneut tagen, um einen Kompromiss zu suchen.

Das Ziel der neuen grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs dabei ist klar: «Wir unterstützen die aus unserer Sicht richtige Forderung, die Zahl der Anflüge pro Jahr deutlich zu reduzieren und zu begrenzen», sagte Gisela Splett (Grüne), Staatssekretärin im Verkehrsministerium in Stuttgart.

Kauder setzt sich mit Landräten aus Südbaden seit Jahren dafür ein, dass die Zahl von jährlich 80.000 Anflügen, die über Baden-Württemberg nach Zürich kommen, reduziert wird. Die Schweiz lehnt dies jedoch ab und beklagt bereits existierende Landeverbote in den Abend- und Morgenstunden sowie am Wochenende.

Kauder lehnt es ab, dass Deutschland weitere Zugeständnisse an die Schweiz macht: «Ich finde es pervers, dass ein Flugzeug aus Mailand kommend an Zürich vorbeifliegt, über dem Schwarzwald im Warteraum seine Runden dreht, um dann in Zürich zu landen.» So etwas sei den Bürgern im Südwesten nicht länger zuzumuten. Man brauche eine «gerechte Verteilung der Flugbewegungen».  

Von: dpa

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