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KLM stellt Langstreckenflüge vorerst ein und kündigt mehr Mitarbeitern

Die vom internationalen Hub-Verkehr besonders abhängige KLM leidet unter der verzögerten Corona-Erholung. Jetzt müssen bis zu 1000 Mitarbeiter mehr gehen und die verschärften Reisebestimmungen führen zum Grounding der Langstreckenflotte.

Flugzeuge der KLM stehen im April 2020 im Corona-Storage am Flughafen Amsterdam. © AirTeamImages.com / Maurits Vink

Die niederländische Fluggesellschaft KLM will angesichts heftiger Einbußen in der Corona-Pandemie noch mehr Arbeitsplätze abbauen als bislang angekündigt. Es sollen zwischen 800 und 1000 weitere Stellen wegfallen. Bereits im vergangene Juli hatte die Airline mitgeteilt, dass 5000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

"Diese Reduzierung ist noch unabhängig von den neuen Maßnahmen der Regierung der vergangenen 48 Stunden", erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Die Regierung hatte am Mittwoch die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. So wurde ein Verbot für Passagierflüge aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika verhängt. Außerdem müssen Reisende aus Hochrisiko-Gebieten künftig nicht nur ein negatives Testergebnis vorweisen, sondern sich vor jedem Flug einem Schnelltest unterziehen.

Positiv getestete Personen dürften dann nicht mitfliegen, was die Furcht nährt, Crew-Mitglieder zurücklassen zu müssen. Laut "Touristik aktuell" wird KLM die Passagier- und Frachtflüge auf der Langstrecke aufgrund der verschärften Bestimmungen in den kommenden Tage vorerst einstellen.

Die Erholung von den Auswirkungen der Pandemie dauere "erheblich länger als erwartet", erklärte KLM mit Blick auf die internationalen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus, die sich vor allem auf Langstreckenflüge auswirken. Bei KLM haben sich in der Pandemie trotz eines 3,4 Milliarden Euro schweren Rettungspaketes der niederländischen Regierung hohe Verluste aufgetürmt. Die niederländische Fluggesellschaft gehört zusammen mit Air France zur Air France-KLM-Gruppe.

Von: br, dk, dpa

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