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Ein Flugzeug startet vor zwei Kondensstreifen © dpa, F. Rumpenhorst

Die Luftverkehrsbranche muss ihre Klimaprobleme innerhalb der kommenden Jahre in den Griff bekommen. Das ist ein Ergebnis der European Aviation Conference (EAC), auf der in der vergangenen Woche rund 200 Delegierte und mehr als 20 Referenten verschiedene Maßnahmen diskutierten.

Zu den erörterten Themen gehörten die Art und Weise, wie der Luftverkehr den Klimawandel beeinflusst, der Spielraum für Technologien, Emissionen zu verringern, die Art der politischen Maßnahmen und Instrumente zur Förderung der Dekarbonisierung und schließlich die politisch-wirtschaftliche Frage, wie die erforderlichen Veränderungen umgesetzt werden können.

Die EAC wird unter anderem von der German Aviation Research Society (GARS) veranstaltet, dem wissenschaftlichen Partner von airliners.de. GARS-Vorstand Professor Hans-Martin Niemeier zeigte sich erfreut über den Zuspruch der Konferenz, die in diesem Jahr online stattfand.

"Unsere bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass die Konferenz ein großer Erfolg war, was die Anzahl der Präsentationen, die Klärung der wirklichen Probleme und die Schaffung offener und produktiver Diskussionen zwischen den Teilnehmern aus der Industrie, den politischen Entscheidungsträgern und den Forschern angeht."

Allgemeine Dekarbonisierung kostspielig

In seinem Hauptvortrag warnte Sir Dieter Helm (Universität Oxford) davor, Anreize zu schaffen, die Emissionen nur verlagern ("carbon leakage"), aber nicht reduzieren. Er argumentierte, dass eine allgemeine Dekarbonisierung teuer sein wird und dass der normale Verbraucher, wie beispielsweise Flugpassagiere, diese Kosten letztendlich tragen wird.

Angesichts dieser Kosten sollte die Politik auf gesamtwirtschaftlicher und globaler Ebene Maßnahmen festlegen und nicht für jeden einzelnen Sektor, denn dies würde die Dekarbonisierung noch teurer machen.

Henrik Hololei, (EU-Generaldirektor für Verkehr und Mobilität), argumentierte, dass nachhaltige Flugkraftstoffe in ausreichendem Umfang den Großteil des Energiebedarfs der Luftfahrt decken und gleichzeitig die Schadstoffemissionen erheblich reduzieren könnten.

In einer Grundsatzrede betonte der ehemalige Chefökonom der Iata, Brian Pearce, dass die Bestandsgröße an langlebigen Emissionen aus dem Luftverkehr und nicht die Stromgröße das Problem sei, das es zu lösen gelte. Er erklärte zudem, dass wirtschaftliche Analysen, die sich auf marginale Auswirkungen stützen, für die Behandlung von Fragen des Klimawandels im Luftverkehr ungeeignet seien. Er wies auch auf die Notwendigkeit eines sinnvollen Kohlenstoffpreises hin.

CO2-Preis ist zu niedrig

Zu den wichtigsten Themen, die sich in den Diskussionen auf der Konferenz herauskristallisierten, gehörte der überaus niedrige Preis, der derzeit für Kohlenstoff angesetzt ist und der nicht die notwendigen Anreize für eine Dekarbonisierung schaffen wird.

Weitere Themen waren die geringe Wahrscheinlichkeit, dass Wasserstoff- oder elektrische Antriebstechnologien der Luftfahrt mittelfristig helfen werden, und der konsequente Einsatz von nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF), Kohlenstoffbesteuerung, effizienter Flugzeugkonstruktion und betrieblichen Initiativen (zum Beispiel in der Flugsicherung) als Hauptmittel zur Senkung der Luftfahrtemissionen im nächsten Jahrzehnt.

Trotz der Hoffnung, dass SAF und synthetische Kraftstoffe echte Klimavorteile bringen können, wurde auf der Konferenz auch deutlich, dass es bei der Versorgung mit Biomasse und grünem Strom, die für ihre Herstellung erforderlich sind, erhebliche Probleme gibt.

Prof. Ian Poll (Cranfield University), Prof. Ulrich Schumann (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und Dr. Sebastian Eastham (MIT) forderten, dass unverzüglich Maßnahmen zur Verringerung der Nicht-CO2-Emissionen ergriffen werden müssen.

Während die Politik immer noch behauptet, dass die Auswirkungen der Nicht-CO2-Emissionen zu unklar sind, um politische Maßnahmen zu ergreifen, argumentierten die Professoren Poll und Schumann, dass die Wissenschaft der Kondensstreifen klar und gut verstanden ist und dass die Nicht-CO2-Emissionen, die genauso wichtig sind wie die CO2-Emissionen, zu relativ geringeren Kosten reduziert werden können.

European Aviation Conference (EAC) 2022

Reaktion auf das Erbe von Covid-19:
Eigentumsverhältnis, Regulierung und Branchenstruktur im Luftverkehr

Wann: 30. November & 1. Dezember
Wo: Heilbronn

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