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Luftfahrtjournalist und Vielflieger Andreas Spaeth mit Beobachtungen und Erlebnissen aus der weiten Welt der Luftfahrt. © airliners.de

An meine Haut lasse ich nur Air Berlin und SAS. Klingt wie ein alter Werbespruch aus der Seifenreklame, stimmt aber. Denn beide Airlines haben mir im Laufe der Jahre auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin Frotteehandtücher geschenkt. Air Berlin im klassisch rot-weißen Design, wobei die weiße Seite weniger gut die Haut trocknet. SAS zwei schmale, lange Handtücher in leuchtgrün und blau, elegant und gut für Reisen geeignet. Wer sich als Fachbesucher oder Journalist auf Messen und offiziellen Ereignissen tummelt, wird selbst in Zeiten knapperer Budgets häufig noch beschenkt. Hier geht es nicht um wulffen, sondern um kleine Präsente, die die Freundschaft oder besser das Bewusstsein für eine Marke festigen sollen.

Ein paar wenige dieser Gaben haben es neben den Handtüchern noch geschafft, zu Begleitern meines Privatlebens zu werden. So gesehen also ein Volltreffer für die Schenkenden. Wenn ich mich nachts im Bett wälze und mich frage, ob ich bald schon aufstehen muss, knipse ich die Beleuchtung einer Funkuhr an – danke Air France. Beim Rasieren fällt der eilige Check, ob ich schon wieder zu spät dran bin, auf einen kleinen, analogen Weltzeit-Reisewecker von Qatar Airways. In der Küche beim Frühstück ist der Zeitmesser eine Wanduhr im Stil eines Höhenmessers, eine Gabe der lange nicht mehr unter diesem Namen fliegenden Lufthansa City Line. Wein trinke ich manchmal aus Kristallgläsern, die ich einst in Seattle bekam, als Lauda Air ihre erste Boeing 777 übernahm, ebenfalls lange her. Daran ist aber zu sehen, dass praktische, formschöne, nützliche Werbegeschenke bei mir durchaus eine lange Lebensdauer haben können.

Es ist schon eine Gratwanderung für beide Seiten mit den Geschenken. Es darf nicht billig wirken, aber meist nicht viel kosten. Weil die Budgets immer kleiner werden, aber auch die professionellen Empfindlichkeiten der Beschenkten immer größer, die sich zumindest als Angestellte von Verlagen oder Konzernen heute zu Recht oft an strenge Richtlinien zu halten haben, was sie annehmen dürfen. Seit der Causa Christian Wulff ist nochmal manches anders, so schreibt mir die Deutsche Bahn gerade, dass sie jetzt keinen Journalisten-Rabatt mehr auf die Bahncard gewährt, weil das „nicht mehr zeitgemäß“ sei.

Wie auch immer: Auf der ITB diese Woche geht die Geschenkeschlacht in eine neue Runde. Die Zeiten, als Qatar Airways wie vor drei Jahren Apple iPods an Journalisten verschenkte, dürften vorbei sein, für mich sowieso, seit sich Firmenchef Akbar Al Baker auf der letzten ITB sehr über meine damalige Spaethfolge echauffierte. Eines der sichtbarsten Geschenke dieses Jahr wird wieder der potthässliche Papp-Trolley von Skyteam sein, der sich allerdings großer Beliebtheit bei Messebesuchern erfreut, die darin ihre Prospektberge auf kleinen Rollen durch die Hallen zerren. ANA erfreut mit Gaben zur 787. Ich bin gespannt, was die Japaner nach Berlin mitbringen: ihre kleinen 787-Bambusfächer? Oder die Lesezeichen mit dem kleinen 787-Holzflugzeug? Oder sogar die 787-iPad-Taschen?

Oft allerdings fragt man sich auch verstört, was für Geschmacksverirrungen verschenkt werden. Ich will hier keine Namen nennen, aber ich sehe am Messeende in den ausgeräumten ITB-Redaktionsbüros immer tonnenweise Absurditäten neben den überquellenden Mülleimern gestapelt. Kalender aller Art sind nicht nur wegen ihrer Sperrigkeit unbeliebt, Schlüsselanhänger braucht anscheinend auch niemand. Ein Geschenk, dass ich nicht mehr sehen kann, sind Kaffeebecher. Zu Hause und im Büro quellen die Regale davon über, und das sind nur die wenigen einigermaßen ansehnlichen, die es bis dorthin geschafft haben. Etwa der Teebecher mit Porzellan-Sieb von Sri Lankan. Was Beschenkte mit dem klemmenden Steckerset einer Flugallianz oder dem kitschigen Glas-Miniaturjumbo einer asiatischen Airline anfangen sollen, entzieht sich meinem Verständnis. Auch Flugzeugmodelle, so sehr ich und viele andere sie schätzen, kommen leider bei kaum einem Kollegen mehr gut an.

Worauf ich mich freue, ist wieder ein paar Tübchen der köstlichen Chillipaste von Korean Air abzustauben, die die Gesellschaft am Stand und auch an Bord zum Nationalgericht Bibimbap reicht. Ich zaubere damit in der Küche super Salatsaucen. Ach ja, und dann gibt es dieses Jahr noch ein sehr gelungenes Präsent bei Singapore Airlines: die Neuauflage eines Buches über die A380. In meinem Urteil bin ich allerdings befangen – denn ich bin der Autor. Und hoffe ebenso wie die Schenkenden, dass sich jemand darüber freut.  

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