Klagen gegen Tempelhof-Entwidmung eingereicht

Berlin (ddp-bln). Die Fluggesellschaft Windrose Air und die Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT) haben am Donnerstag beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg Klage gegen die Entwidmung des Flughafens Tempelhof eingereicht. Die Entwidmung sei die «gefährlichste aller Entscheidungen» des Berliner Senats, sagte der Geschäftsführer von Windrose Air, Thomas Stillmann, der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Denn diese würde bedeuten, dass auf dem innerstädtischen Airport nach dem 31. Oktober 2008 nie wieder ein Flugzeug starten würden.

Dies könne nicht hingenommen werden, daher sei kurz vor Ablauf der Frist Klage eingereicht worden, betonte Stillmann. Hierdurch solle auch der Weg für eine politische Lösung offen gehalten werden. Der Geschäftsführer betonte, eine Schließung Tempelhofs schade der nationalen und internationalen Business Aviation, aber auch der Stadt sowie der Region. Hier werde politisches Interesse über das Allgemeinwohl gestellt.

Der Geschäftsführer unterstrich zugleich, dass es bis zur Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) keinen rechtlich zwingenden Grund gibt, den Flughafen Tempelhof vorzeitig vom Netz zu nehmen. Er forderte den Senat zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Der ICAT-Vorsitzende Andreas Peter sagte, die Klage sei Eingericht worden, damit die entsprechenden Fristen gewahrt werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte am 8. Juni die Entwidmung des Flughafens nach dessen Schließung am 31. Oktober 2008 beschlossen.

Von: ddp

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