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Ungewisse Aussichten für Germanwings-Angestellte

Eigentlich hatte Lufthansa den Mitarbeitern bei Germanwings eine Perspektive im Konzern versprochen. Davon ist nicht mehr viel zu spüren, sagen jetzt Gewerkschafter. Von den Einigungen für Cockpit und Kabine können nicht alle profitieren.

Ein Airbus A319 der Germanwings. © AirTeamImages.com / Alun Morris Jones

Trotz der Einigungen zwischen der Lufthansa und ihren Kabinen- und Cockpit-Besatzungen ist die Situation für die Angestellten der in Auflösung begriffenen Lufthansa-Tochter Germanwings weiter völlig offen. Die Germanwings-Operations ist angesichts der Corona-Krise seit April ausgesetzt. Zudem hat Lufthansa bereits das Ende der Airline angekündigt. Dabei hieß es, man wolle so vielen Germanwings-Mitarbeitern wie möglich einen Wechsel in andere Gesellschaften des Konzerns ermöglichen.

Allerdings haben sich die Vorzeichen für die Erholung des Luftverkehrs seitdem noch einmal deutlich verschlechtert. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach bei der Vorstellung der Zahlen zum zweiten Quartal erstmals offen über die Notwendigkeit von betriebsbedingten Kündigungen in Deutschland. Auch die Germanwings-Mitarbeiter dürften dabei in den Fokus rücken.

Bisher gab es aber keine Kündigungen und auch die Gemanwings bestehe als Gesellschaft weiter, sagte eine Lufthansa-Sprecherin im Gespräch mit airliners.de. Ein Sozialplan zum Arbeitsplatzabbau in Kabine und Verwaltung werde jedoch derzeit verhandelt. "Das sind keine einfachen Verhandlungen, weshalb wir auch keine Zwischenstände vermelden", so die Sprecherin.

Vorübergehender Kündigungsschutz bisher nur für einen Teil der Piloten

Die Piloten der Germanwings sind ebenfalls nur bedingt geschützt. Zwar profitieren sie zu einem großen Teil zunächst von der Übergangseinigung zwischen Lufthansa und der Vereinigung Cockpit (VC), die einen Kündigungsschutz zumindest bis Ende März 2021 vorsieht. Dieser gilt jedoch nur für die Germanwings-Piloten der sogenannten "ersten Tarifschiene". Dazu gehören alle Cockpit-Mitarbeiter, die vor dem 28.2.2018 bei Germanwings angefangen haben, gibt der Tarif-Experte Eckhard Bergmann zu bedenken.

Von: dk

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