Notwasserung auf Hudson River Kanadische Gänse gerieten in Triebwerke

Für die Notwasserung eines Airbus auf dem Hudson River in New York waren kanadische Gänse verantwortlich. Die US-Behörde NTSB teilte gestern (Ortszeit) mit, in beiden Triebwerken hätten sich Reste dieser bis zu zehn Pfund schweren Vögel (Branta canadensis) befunden. Für einen Zusammenprall mit Vögeln dieses Gewichts waren die beiden Triebwerke nicht ausgelegt.

Ungl © dpa
Die Unglücksmaschine verfügte über zwei Turbinen des Triebwerkstyp CFM56-5B4/P. Diese müssen normalerweise bis zu knapp vier Pfund Vogelschlag aushalten, berichteten die Ermittler. «Der Sicherheitsstandard verlangt nicht, dass der Motor weiter Schubkraft liefert, wenn ein Vogel mit vier Pfund oder mehr in ihm steckt», heißt es in der Mitteilung. Wie viele Gänse in die Turbinen gerieten, teilte die Behörde nicht mit.

Die Crew des Unglücksflugs vor vier Wochen hatte kurz nach dem Start Vogelschlag gemeldet, unmittelbar danach fielen beide Triebwerke aus. Nach der Notlandung auf dem Hudson konnten alle 155 Menschen an Bord gerettet werden.

Die Vogelreste waren schon bei ersten Untersuchungen in den Triebwerken gefunden worden. Erst die DNA- Analyse in einem Speziallabor ergab, dass es sich um kanadische Gänse handelte. Die Ermittlungen gehen weiter.

Von: dpa, airliners.de

Lesen Sie jetzt
Themen
Fluggesellschaften Verkehr US Airways