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Israel setzt wegen Corona-Mutanten internationale Flüge aus

Israel stellt wegen der jüngsten Mutanten des Coronavirus seine internationalen Flugverbindungen für fast eine Woche weitgehend ein. Ausnahmen soll es nur für wenige Flüge geben.

Flugzeuge der israelischen Fluggesellschaft El Al Airlines stehen geparkt auf dem Flughafen Ben Gurion International Airport. © dpa / Nir Alon

Israel setzt wegen Corona-Mutanten internationale Flüge aus, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag mitteilte, tritt die Flugsperre in der Nacht zum Dienstag um 00.00 Uhr Ortszeit in Kraft und gilt bis zum Sonntag.

"Wir schließen die Lüfte hermetisch ab, von seltenen Ausnahmen abgesehen", sagte Netanjahu. Die Maßnahme solle verhindern, dass Coronavirus-Mutanten ins Land gelangten.

Ausnahmen von dem Flugverbot gelten unter anderem für medizinische Transporte, Warenlieferungen und Einsätze der Feuerwehr. Ein Gremium aus Gesundheitsexperten und Vertretern des Innenministeriums kann im Einzelfall Sondergenehmigungen für Flüge zu "humanitären und persönlichen Zwecken" erteilen.

In Israel sind Fälle von Infektionen mit den neuen Formen des Coronavirus entdeckt worden, die zuerst in Großbritannien und Südafrika festgestellt worden waren und die als deutlich ansteckender gelten als die vorherigen Formen des Erregers. Das Gesundheitsministerium teilte zudem am Sonntag mit, dass ein Infektionsfall mit einer weiteren, aus Los Angeles kommenden Coronavirus-Mutante diagnostiziert worden sei. Der Patient mit dieser Virus-Variante habe vier andere Menschen infiziert.

Israel befindet sich derzeit in seinem dritten Lockdown. Dieser war vor einigen Tagen bis Ende Januar verlängert worden. Zugleich läuft eine massive Corona-Impfkampagne im Land. Am Samstag war mit der Impfung von Jugendlichen begonnen worden. Seit Beginn der Impfkampagne vor einem Monat erhielten laut Gesundheitsministerium mehr als 2,5 Millionen der insgesamt rund neun Millionen Einwohner die erste Dosis. 900.000 Menschen bekamen bereits die zweite Spritze.

Von: br, afp

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