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Interview "Insolvenz in Eigenverantwortung bedeutet das geringste Risiko"

Der Chef des angeschlagenen Flughafens Paderborn-Lippstadt erklärt im Interview mit airliners.de, warum die angestrebte Insolvenz des Flughafens Paderborn eine Chance für den Standort ist. Das Kapital für einen Neu-Start muss jedoch noch zusammenkommen.

Tower am Flughafen Paderborn/Lippstadt. © Flughafen Paderborn-Lippstadt

Der Landkreis Paderborn hat sich für eine Insolvenz in Eigenverantwortung des Flughafens Paderborn-Lippstadt ausgesprochen. Man halte eine Sanierung des von der Corona-Krise schwer getroffenen Standortes außerhalb einer Insolvenz für "unrealistisch und nicht umsetzbar beziehungsweise finanzierbar", hieß es aus dem Kreis, der mit einem Anteil von mehr als 56 Prozent Hauptgesellschafter des westfälischen Regionalflughafens ist.

Zuvor wurde bereits eine Corona-Finanzspritze von 2,7 Millionen Euro für den Flughafen und eine Verkleinerung der Kapazitäten auf 300.000 Passagiere beschlossen. Die derzeitigen Verluste sollen sich auf 700.000 Euro monatlich belaufen und einige Gesellschafter, wie der Landkreis Gütersloh, wollen ihre Anteile ganz verkaufen. airliners.de hat sich mit Marc Cezanne, Sprecher des Flughafenbetreibers, über die Situation ausgetauscht.

airliners.de: Wie dramatisch ist die Lage wirklich?

Marc Cezanne: Durch die hohen Einnahmeverluste bedingt durch die Folgen der Corona-Krise sind die Liquiditätsreserven bald erschöpft. Daher haben wir ein Sanierungs- und Fortführungskonzept erarbeitet, um dauerhaft Erlöse und Kosten auch in Zeiten mit deutlich weniger Flugverkehr in Einklang zu bringen.

Von: dk, br

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