Rundschau IndiGo braucht 200 Neo-Triebwerke bis Januar und Bern gründet eigene Airline

Nach vier Motorausfällen haben die indischen Behörden IndiGo angewiesen, die Triebwerke an sämtlichen A320 Neo auszutauschen. Und der Flughafen Bern gründet in Ermangelung von Airlines einfach eine eigene. Unsere Rundschau mit den Kurzmeldungen des Tages.

Blick in das geöffnete PW1500G-Triebwerk © Bombardier

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Der indische Billigflieger Indigo muss an seinen 97 Airbus A320 Neo mit Pratt & Whitney-Triebwerken die Motoren bis Ende Januar 2020 durch neue ersetzen, berichtet "Reuters". Es sei zu vier Motorausfällen im Flug gekommen. Laut indischer Flugsicherheitsbehörde dürfe diese Situation nicht unbegrenzt weitergehen, weshalb der Tausch angeordnet wurde. Die neue Triebwerksgeneration von Pratt & Whitney hat seit ihrer Einführung immer wieder technische Probleme gehabt.

Der Flughafen Bern hat es nach der Pleite von Hauptkundin Skywork nicht geschafft, neue Partner an den Airport zu holen. Die "NZZ" berichtet jetzt, dass der Flughafen mit "Flybair" eine eigene Airline gründen will. Das nötige Startkapital von rund 2,5 Millionen Franken will der Flughafen per Crowdfunding aufbringen.

German Airways fliegt ab Mai 2020 im Wet-Lease für die Schweizer Lions Air. Wie German Airways mitteilt, umfasst die Vereinbarung die Stationierung einer Embraer E190 LR am Flughafen Bern. Von dort aus soll die Maschine im Sommer Ziele in Italien, Spanien und Griechenland ansteuern. Das Flugzeug trägt die kürzlich vorgestellte neue Livery der Airline.

Der neue Istanbuler Flughafen hat Ende Oktober 2018 eröffnet und seitdem rund 41 Millionen Passagiere abgefertigt, berichtet "ATW Online". Mehr als 30 Millionen Passagiere waren dabei international unterwegs. Foto: © dpa, Lefteris Pitarakis/AP

Die vietnamesische Vietjet hat 15 A321 XLR bei Airbus fest bestellt und eine bestehende Bestellung über fünf A321 Neo in die XLR-Variante umgewandelt, wie der Hersteller mitteilt. Außerdem sei eine Vereinbarung über Pilotentrainings geschlossen worden, die auch die Lieferung von zwei neuen Full-Flight-Simulatoren für die A320-Familie ins Vietjet-Trainingscenter in Ho Chi Minh City vorsieht.

Qatar Airways wird ihre derzeitigen Boeing 777 länger betreiben als geplant, damit die derzeitige Flottengröße erhalten bleibt, berichtet "ATW Online". Airline-Chef Al Baker habe dies mitgeteilt, da es bei den 60 bestellten 777X zu Lieferverzögerungen komme. Ursprünglich hätte das neue Muster ab kommendem Jahr zu Qatar-Flotte stoßen sollen.

Swiss hat am Flughafen Zürich eine neue Lounge mit Alpenhütten-Flair eröffnet, teilt die Airline mit. Sie steht verschiedenen Lufthansa-Status-Gruppen zur Verfügung. Die 500 Quadratmeter grosse Lounge befindet sich am Standort der ehemaligen First Class Lounge im Terminal A und bietet 100 Personen Platz.

Martin Ebner, Besitzer der Schweizer Regional-Airline Helvetic, hält nicht viel von Flugscham: "Für mich ist die aktuelle Klimadebatte in Europa eine Hysterie", so der Milliardär im Interview mit der "Luzerner Zeitung". Natürlich gebe es einen Klimawandel, allerdings machten die aktuell propagierten politischen Klimaschutz-Maßnahmen unter Kosten-Nutzen-Aspekt keinen Sinn.

Die Trans States Holdings hat einen Auftrag über 50 Mitsubishi M90 und Optionen über weitere 50 storniert, berichtet "aerotime.aero". Das Flugzeug sei unpassend für den von Gewerkschaftsklauseln reglementierten US-amerikanischen Regionalflugmarkt. Mitsubishi hoffe nun auf eine Order des klauselkonformen Modells M100.

Von: airliners.de

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