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ILA 2022 wird deutlich anders, © dpa/Wolfgang Krumm
ILA-Impressionen am 14.9.2012 © dpa / Wolfgang Krumm

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Nach der coronabedingten Absage der ILA 2020 als Präsenzmesse soll die Berlin Air Show im Juni wieder auf dem Messegelände am Berliner Flughafen stattfinden. Dabei wird die Veranstaltung vor Ort allerdings deutlich anders ausfallen, als in den Jahren vor der Pandemie.

Zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hat die Messe nach der Digitalausgabe der Berlin Air Show 2020 ein hybrides Format für die ILA 2022 entwickelt: Große Teile der Veranstaltung unter dem Motto "Pioneering Aerospace" sollen live ins Internet gestreamt werden.

Geplant waren ursprünglich Messestände in vier Hallen sowie Chalets, ein umfangreiches Bühnenprogramm, eine Fluggeräteausstellung auf dem Freigelände sowie Überflüge von Flugzeugen und Hubschraubern, wie die Messe Berlin im September 2021 mitteilte.

Messegelände gehört dem Flughafen

Da die Messe Berlin das Messegelände in Selchow zwischenzeitlich aber an den Flughafen verkauft hat, ist sie nur noch als Mieter vor Ort. Das hat nun deutliche Auswirkungen auf den Umfang der Ausstellung. So ist eine Halle dem Vernehmen nach langfristig vom Flughafen anderweitig vermietet und steht nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung.

Das Konferenzprogramm wurde in der Folge in Hotels rund um den Flughafen ausgelagert. Firmen, die Konferenzen aufsetzen wollen, werden an Bühnen für offene Foren oder drei Partnerhotels verwiesen, wenn sie nicht über eigene Chalets auf dem ILA-Gelände verfügen. Shuttle-Busse sollen interessierte Besucher dann zu den Veranstaltungen in die bis zu zwölf Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt liegenden Event-Locations bringen.

Auch das Career-Center, ein beliebter Anlaufpunkt für Job-Interessenten auf der Messe, findet in diesem Jahr nicht mehr in einer eigenen Halle auf dem Gelände statt. Stattdessen wird mit dem "ILA Career Hub" ein "digitales Matchmaking" für junge Talente und Karriereinteressierte und Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche aufgesetzt.

ILA plus Vollbetrieb am BER

Die Veränderungen betreffen vor allem auch das Flugprogramm. Es muss sich erstmals nach der Schließung von Tegel in den vollen Sommerflugbetrieb am Flughafenstandort Berlin eingliedern. In der Folge soll sich das Programm den Angaben der Messe Berlin zufolge mit "ausgewählten Vorführungen" auf das Thema Innovation fokussieren.

Umfangreiche Flugshows wird es 2022 wohl nicht mehr geben, © dpa/W. Krumm
Umfangreiche Flugshows wird es 2022 wohl nicht mehr geben © dpa / W. Krumm

Was das konkret bedeutet, ist noch unklar. Das statische Display von Flugzeugen wird in diesem Jahr allerdings wohl wirklich statisch, denn die Flugzeuge, die im Außenbereich des Messegeländes ausgestellt werden, sollen während der Veranstaltung nicht mehr bewegt werden. Das heißt im Umkehrschluss: Flugzeuge die fliegen, werden nicht ausgestellt.

Zudem wird das statische Display deutlich kleiner. Waren 2018 noch große Teile der Rollwege Alfa und Bravo für die Messe-Flugzeuge reserviert, steht 2022 laut Lageplan nur noch der letzte Teilabschnitt von Rollweg Alfa für die ILA zur Verfügung. Rollweg Alfa bleibt demnach für den Flugbetrieb auf der Bahn 07R offen.

Als Folge muss die Fläche, die bei der letzten ILA allein für Verkehrsflugzeuge zur Verfügung stand, jetzt alle Fluggeräte vom Segelflugzeug bis zum Großgerät stehen. Eine deutliche Einschränkung, wie dieser Vergleich der Flächen zeigt, die roten Flächen fallen 2022 weg:

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Dafür wird die Messe nun doch wieder etwas länger. Im September noch als viertägige Veranstaltung angekündigt, findet die ILA 2022 nun vom 22. bis 26. Juni statt, also fünf Tage lang. Von Mittwoch bis Freitag ist die Messe dabei für Fachbesucher geöffnet, am Wochenende soll das Privatpublikum kommen. Der Ticketshop soll im April online gehen. Dann wird auch klar sein, für welches Corona-Konzept sich die Veranstalter entscheiden.

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Die ILA Berlin deckt mit den Bereichen Aviation, Space sowie Verteidigung ein breites Spektrum ab. Die Schwerpunktthemen sollen auf Innovationen in den Bereichen klimaneutrales Fliegen, neue Mobilität und Sicherheit im Weltraum liegen.

Mit dem Ukraine-Krieg rückt nun aber noch ein weiteres Thema in den Vordergrund. Inwieweit sich die neue politische Lage auf die ILA auswirken wird, sei noch nicht klar, heißt es auf airliners.de-Anfrage bei der Messe. Die Anzahl der Aussteller würde sich bislang auf dem üblichen Niveau bewegen, sagte eine Sprecherin.

Dabei kann der Krieg für die Messe verschiedene Auswirkungen haben. Unklar ist Beobachtern zufolge, wie sich die neue politische Situation auf die ILA auswirken wird.

Einerseits locken die höheren Verteidigungsausgaben die Aussteller an. In Reaktion auf den Ukraine-Krieg hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ein einmaliges "Sondervermögen" von 100 Milliarden Euro und eine deutliche Aufstockung der jährlichen Verteidigungsausgaben angekündigt.

Unter anderem rüstet die Bundesregierung die Luftwaffe in einem milliardenschweren Modernisierungsprogramm mit F-35-Tarnkappenjets aus. Künftig sollen Jahr für Jahr mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung investiert werden.

Die ILA ist schon lange auch - oder vor allem - eine Leistungsshow für das Militär., © Messe Berlin
Die ILA ist schon lange auch - oder vor allem - eine Leistungsshow für das Militär. © Messe Berlin

Andererseits gehörten Aussteller aus Russland und vor allem auch die Bundeswehr auf den Messen traditionell zu den größten Ausstellern der ILA. Eine Präsenz russischer Aussteller ist in diesem Jahr undenkbar.

Nach derzeitigem Sachstand wird sich die Bundeswehr im geplanten Rahmen an der ILA beteiligen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe auf airliners.de-Anfrage. Angesichts der Entwicklungen im Ukraine-Krieg unterliege die Beteiligung aber einer ständigen (Neu-) Bewertung durch die Verantwortlichen.

Fest steht: Aktuell dürfte die Deutsche Luftwaffe sowohl für Personal als auch für ihr Gerät wichtigere Dinge zu tun haben, als eine Großmesse vorzubereiten und zu bestücken. Gleiches gilt für die Streitkräfte anderer Nationen. Gleichzeitig ist eine Messe immer auch Schauplatz internationaler Beobachtungen und bietet Staaten die Möglichkeit, fremde Technik zu erfassen.

So machte 2018 die Präsenz eines neuen Passivradars Schlagzeilen. Flugzeuge, die zur Messe einflogen, wurden angeblich als Signatur für das neue Militärgerät erfasst. Ein neues Sicherheitskonzept rund um die Großveranstaltung wird Beobachtern zufolge ohnehin notwendig.

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