Frachtverkehr als einziger Lichtblick für Fluggesellschaften

Der Frachtverkehr nimmt aufgrund der Corona-Krise besonders in deutlich Asien zu. Die Iata wertet das als positives Signal für die Branche. Gleichzeitig rechnet der Airline-Dachverband mit einem herben Rückgang in diesem Jahr.

Lufthansa transportiert in der Kabine eines Airbus A350 Schutzausrüstungen. © Lufthansa

Der Warentransport in Frachtflugzeugen derzeit ist ein Lichtblick für die Luftfahrtindustrie. Vor allem innerhalb von Asien seien die geflogenen Tonnenkilometer in Frachtmaschinen trotz Corona-Krise im März verglichen mit dem Vorjahresmonat um gut 40 Prozent gestiegen, teilte der Dachverband der Fluggesellschaften (Iata) am Dienstag in Genf mit.

Außer zwischen Europa und Nordamerika habe der Frachtverkehr in allen Weltregionen zugenommen. Insgesamt sei allerdings die Frachttransport-Nachfrage durch den Stillstand großer Industriezweige wegen der Corona-Maßnahmen im März um etwa 15 Prozent zurückgegangen, sagte Iata-Chef Alexandre de Juniac.

Der Verband rechnet für das ganze Jahr mit einem Rückgang zwischen 14 und 31 Prozent - je nachdem, wie scharf die Rezession wird und wie schnell die Länder sich davon wieder erholen.

Airlines rüsten Passagiermaschinen zu Frachtern um

Stärker als die Nachfrage schrumpfte allerdings die Kapazität, weil viel Fracht auch im Laderaum von Passagiermaschinen befördert wird. Insgesamt ging die Frachtkapazität nach Angaben von de Juniac um 25 Prozent zurück.

Im Verkehr mit Frachtmaschinen gebe es teils schon Engpässe. Fluggesellschaften reaktivierten bereits Maschinen, die in Lagerhallen stünden, oder transportierten Fracht auch in den Kabinen von Passagiermaschinen.

Link zur Iata-Ausweisung.

Von: br, dpa-AFX

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