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IATA-Generalsekretär Alexandre de Juniac spricht auf der 73. IATA-Generalversammlung in Cancun/Mexiko. © IATA

Darin sollen neben den Passdaten auch Coronatest- oder Impfnachweise gespeichert und am Flughafen vorzeigbar sein, wie Iata-Chef Alexandre de Juniac am Mittwoch in Genf sagte. Der Verband will damit Quarantänepflichten in Ankunftsländern überflüssig machen, die die Wiederaufnahme des Flugverkehrs bislang weitgehend lähmten.

Ziel sei, dass Passagiere beim Einchecken sowie Pass- und Zollkontrolle nichts anfassen müssen, sagte Iata-Sicherheitschef Nick Careen. Es sollen keine Dokumente oder Papiere zwischen Reisenden und Kontrolleuren mehr hin- und hergereicht werden müssen, um möglichen Ansteckungen vorzubeugen.

Der Verband hat dazu selbst eine App für das Smartphone entwickelt, die in den nächsten Wochen unter anderem mit British Airways getestet wird. Sie soll im Laufe der ersten drei Monate des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Darin sollen neben den Passdaten auch Laborergebnisse von Coronatests und Impfzertifikate gespeichert und am Flughäfen verifiziert werden können.

Die App stehe allen Airlines zur Verfügung, auch solchen, die keine Verbandsmitglieder seien. Der Verband sei zuversichtlich, dass Regierungen diesen digitalen Reisepass akzeptieren, sagte Careen. Die verwendeten Technologien seien bei vielen Behörden bereits im Einsatz.

Die "Travel Pass"-Technologie basiert dabei auf der Iata "One ID"-Initiative, über die der Verband auch schon vor Corona die Identitäten von Reisenden zentral verifizierbar machen will. So soll das dokumentenlose Reisen auch mithilfe von biometrischen Kontrollen ermöglicht werde.

Statt 4,5 Milliarden Menschen im Vorjahr waren 2020 nur noch 1,8 Milliarden Menschen mit einem Flugzeug unterwegs. Die Airlines haben nach Schätzungen der Iata 118,5 Milliarden US-Dollar (99,9 Mrd Euro) Verluste gemacht.

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