IAG beschafft sich 823 Millionen Euro von American Express

Die IAG (International Airlines Group) und American Express verhandelten einen Deal, bei dem die IAG über einen Zeitraum von mehreren Jahren 823 Millionen Euro von dem Kreditkartenanbieter erhält.

Zur Airline-Gruppe IAG gehören Aer Lingus, British Airways, Iberia und Vueling. © IAG

Die British-Airways-Mutter IAG hat sich in der Corona-Krise eine Geldspritze vom Kreditkartenanbieter American Express beschafft. Die Partner hätten ihre bestehende Kooperation im Rahmen des Flugmeilen-Programms verlängert, teilte die IAG am Freitag in London mit. Der Vertrag laufe über mehrere Jahre und habe einen Umfang von 750 Millionen britischen Pfund (823 Millionen Euro).

Einen bedeutenden Teil dieser Summe zahle American Express im Voraus für den Kauf sogenannter Avios-Punkte, die Kreditkarteninhaber für den Kauf von Flugtickets bei British Airways und anderen Airlines des Luftfahrtbündnisses Oneworld einsetzen können.

Zur IAG gehören neben British Airways die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level. British Airways bietet vor allem Langstreckenflüge an, bei denen sich ein Anstieg der Nachfrage nach Einschätzung von Branchenexperten noch länger hinziehen wird als bei Kurz- und Mittelstreckenflügen. Die Airline will deshalb tausende Jobs streichen. Am Mittwoch hatte sie sich mit der Pilotengewerkschaft auf einen Gehaltsverzicht geeinigt und will im Gegenzug auf einen Teil der Stellenkürzungen verzichten. So kommt der Airline-Allianz eine Geldspritze gerade recht.

Von: lr, dpa

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