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Zur Airline-Gruppe IAG gehören Aer Lingus, British Airways, Iberia und Vueling. © IAG

Der Mutterkonzern der British Airways, IAG, hat im Corona-Jahr 2020 einen riesigen Verlust gemacht und hofft jetzt auf den Nachholeffekt. "Wir wissen, dass es eine aufgeschobene Nachfrage nach Reisen gibt, und die Leute wollen fliegen", sagte IAG-Chef Luis Gallego am Freitag bei der Vorlage der Bilanz. Die Impfungen machten Fortschritte und die Infektionszahlen weltweit gingen "in die richtige Richtung".

IAG fordere einen internationalen Test-Standard und die Einführung digitaler "Gesundheitspässe". Dann könnten die Fluggesellschaften "den Himmel wieder öffnen", sagte Gallego weiter.

Umsatz fiel um 70 Prozent

IAG mit British Airways, Iberia und Aer Lingus machte 2020 wegen der coronabedingten Beschränkungen einen Verlust von 6,9 Milliarden Euro. Der Umsatz fiel um 70 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. 2019 hatte IAG unterm Strich noch 1,7 Milliarden Euro verdient.

Im vorigen Jahr beförderte IAG rund 31,3 Millionen Fluggäste, nur gut ein Viertel so viele wie 2019. Der Umsatz brach um 69 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro ein. Gallego hatte die Führung des Airline-Konzerns mitten in der Pandemie von dem langjährigen Chef Willie Walsh übernommen, der seinen Eintritt in den Ruhestand wegen der Notlage im Fluggeschäft verschoben hatte.

Um die Krise zu überstehen, schraubt IAG kräftig an den Kosten. Zudem hat sich der Konzern Milliardensummen von Anlegern und durch eine staatliche Kreditlinie gesichert. Zum Jahreswechsel verfügte IAG den Angaben zufolge damit über flüssige Mittel in Höhe von 10,3 Milliarden Euro, mehr als vor dem Ausbruch der Pandemie. IAG benötigt das Finanzpolster, weil derzeit nur ein Bruchteil der üblichen Flüge stattfindet und daher nur wenig Geld von Kunden hereinkommt.

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