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Hohe Nachfrage für Pop-Up-Restaurants von Singapore Airlines

Bis zu 630 Euro zahlten Kunden für ein Flugzeugessen an Bord eines am Boden stehenden A380 der Singapore Airlines. Nun soll die Aktion an mindestens zwei weiteren Terminen wiederholt werden.

Flugbegleiter der Singapore Airlines während Corona. © Singapore Airlines

Dinieren wie im siebten Himmel, auch wenn das Flugzeug auf dem Boden steht: Die von der Corona-Pandemie hart getroffene Fluggesellschaft Singapore Airlines hat zwei ihrer Flugzeuge zu Pop-up-Restaurants umfunktioniert - und damit einen unerwarteten Verkaufsschlager gelandet. Nach nur einer halben Stunde waren die insgesamt 900 Tickets für ein Mittagessen an Bord der parkenden Airbus A380 am 24. oder 25. Oktober ausverkauft, wie die Zeitung "Straits Times" berichtete.

Für das ungewöhnliche Restaurant-Erlebnis waren die Käufer bereit, stattliche Preise von umgerechnet bis zu 630 Euro pro Ticket zu bezahlen - und das, obwohl an Bord der stehenden Passagiermaschinen herkömmliches Flugzeugessen serviert wird. Angesichts der "überwältigenden Nachfrage" weitete die Airline das Angebot auf zwei weitere Termine aus. An allen vier Tagen soll dann sowohl Mittag- als auch Abendessen in den Restaurant-Fliegern angeboten werden.

Für Vielflieger, die das Flugzeug-Essen lieber daheim genießen wollen, bietet Singapore Airlines nun auch Lieferungen nach Hause an. Die Idee, "Flüge ins Nirgendwo" anzubieten, um auch den Hunger von Reisesüchtigen nach Höhenflügen zu stillen, verwarf die Airline indes wieder. Zuvor hatte es heftige Kritik von Umweltschützern an den Plänen gegeben.

Singapore Airlines ist nicht die erste Fluggesellschaft, die in der Corona-Pandemie versucht, mit auf Vielfliegern zugeschnittenen Angeboten Auswege aus der Krise zu finden. Thai Airways richtete im September in Bangkok und Pattaya "Flugzeug-Cafés" ein - und schien damit ebenfalls einen Nerv zu treffen. Im Urlauberort Pattaya war das Café in einem ausgemusterten Airbus fast ausgebucht.

Von: dk, afp

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