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Helvetic statt German Airways – Flybair wechselt Partnerin

Kurz vor ihrem ersten Sommer wechselt Flybair die Partnerairline. Statt der Zeitfracht-Marke German Airways wird Helvetic alle Flüge für die junge virtuelle Airline des Berner Airports durchführen. Der Vertrag hat eine kurze Laufzeit.

Embraer 190 in den Farben der Helvetic. © Helvetic Airways

Die virtuelle Berner Airline Flybair wechselt kurz vor ihrer ersten Flugplanperiode die Partner-Airline. In einer Pressemitteilung teilte die vom Flughafen Bern gegründete Airline mit, dass die Schweizer Helvetic Airways mit der "der Durchführung aller von Flybair geplanten Flugverbindungen ab Bern und Sion beauftragt" worden ist.

Bislang sollte der deutsche ACMI-Anbieter German Airways als Partner-Airline die Flüge durchführen. Diese habe jedoch kürzlich mitgeteilt, "dass sie den bestehenden Vertrag mit Flybair nicht einhalten könne". Daraufhin habe das Flybair-Management nach alternativen Lösungen gesucht und in Helvetic einen neuen Partner gefunden.

Gegenüber "Aviationnetonline" nannte ein Zeitfracht-Sprecher eine fehlende "vertragliche Grundlage" als Ursache für den Absprung. Zudem will Zeitfacht dem Flybair-Management ihren Rückzug bereits im Dezember mitgeteilt haben.

Sommer wird entscheidend

Ein Helvetic-Sprecher teilte gegenüber airliners.de mit, dass die beide Unternehmen vor einigen Wochen Gespräche aufgenommen hätten und am 7. Februar konnte dann das Abkommen unterzeichnet werden. Der Vertrag sieht sämtliche vom Berner Flughafen angebotenen Destinationen vor und läuft erstmal nur für die Sommersaison 2020. "Die Sommersaison ist entscheidend.", so der Sprecher weiter.

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Die Regionalfluggesellschaft stationiert dazu eine Embraer 190 E1 in Bern-Belp. Da dem Vertag ein sogenannter Vollcharter-Vertrag zugrunde liegt, trage das kommerzielle Risiko der Flüge Flybair, so der Helvetic-Sprecher weiter.

Geplant sind Urlaubsflüge rund ums Mittelmeer

Die ersten Flüge sollen am 2. Mai 2020 starten. Geplant sind Verbindungen von Bern nach Jerez, Kreta, Kos, Mallorca, Menorca, Olbia, Preveza und Rhodos sowie von Sion nach Mallorca.

Der Flughafen Bern hatte es nach der Pleite von Hauptkundin Skywork nicht geschafft neue Partner an den Airport zu holen und gründete daher Anfang November des vergangenen Jahres mit Flybair seine eigene Airline. Finanziert wurde die Gründung per Fundraising. Der Flughafen hält 15,3 Prozent der Anteile und ist damit größter Anteilseigner.

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Von: br

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