Helvetic Airways bekommt früher neue Jets

Die Schweizer Regionalfluglinie Helvetic Airways bekommt früher neues Fluggerät als bisher angekündigt. Die vier Jets kommen von einem Leasinggeber und sollen die in die Jahre gekommenen Fokker 100 ersetzen.

Leitwerk einer Fokker 100 der Helvetic Airways © Helvetic Airways

Der Flottenumbau bei Helvetic Airways geht schneller voran als bislang angekündigt. Die Regionalfluggesellschaft least übergangsweise vier Maschinen vom Typ Embraer 190 beim dänischen Leasinggeber Nordic Aviation Capital, wie dieser in einer Pressemitteilung bekannt gab. Die erste Maschine soll bereits im Februar an Helvetic übergeben werden. Über die Dauer des Leasings schweigen beide Unternehmen.

Dieser Schritt wird nötig, da der Regional-Carrier seine fünf verbliebenen Fokker 100 möglichst gruppiert schon im Sommer verkaufen wolle, teilte ein Sprecher unserer Redaktion mit. Im Rahmen der Ausflottung stünde dann im Sommer zu wenig Fluggerät "für die eigene sowie für die Wet-Lease-Produktion zur Verfügung", so der Sprecher weiter. Bisher war geplant, dass die rund 25 Jahre alten Jets die Flotte erst 2020 verlassen.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Schweizer künftig auf eine "Single Fleet Strategy" setzen. Dazu hat die Airline zwölf Maschinen vom Typ E190-E2 beim brasilianischen Hersteller Embraer fest bestellt und sich Optionen für ein Dutzend weitere Maschinen gesichert. Die ersten drei Jets aus der Bestellung werden im Herbst eingeflottet.

Flottenerneuerung und Wachstum

"Durch den Einsatz der neuen E2-Familie wird Helvetic mit dem leisesten und effizientesten Flugzeugtyp der nächsten Generation auf dem Regionalmarkt operieren", so Airline-Chef Tobias Pogorevc nach der Bekanntgabe im vergangen Sommer.

Mit der Bestellung und den Optionen könnte die Airline in naher Zukunft 24 Maschinen betreiben - doppelt so viele wie aktuell. Derzeit besteht der "Fuhrpark" aus sieben Embraer-E190-Flugzeugen der ersten Generation und fünf rund 25 Jahre alten Fokker 100.

© Embraer, Lesen Sie auch: Helvetic macht beim Flottenumbau Tempo

Neben eigenen Linienflügen und Charter-Flügen, betreiben die Schweizer neun Maschinen im Wet-Lease für Swiss. Die Lufthansa-Tochter musste Mitte November vier Flugzeuge vom Typ Dash-8 Q400 an die Konzernschwester Austrian Airlines zurückgeben. Danach intensivierten Swiss und Helvetic ihre Zusammenarbeit.

Von: br

Lesen Sie jetzt
Themen
Helvetic Fluggesellschaften Verkehr Flotte Embraer 190 Strategie Management