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Hamburger Flughafen schließt Vorfelderneuerung ab

Nach viereinhalb Jahren Bauzeit ist die 120 Millionen Euro teure Sanierung des Hauptvorfelds am Hamburger Flughafen abgeschlossen. Unter anderem wurde auch mit "Follow the Greens" ein Zukunftsprojekt realisisert.

Fallow the Greens am Flughafern Hamburg © Flughafen Hamburg / M. Penner

Die Grundinstandsetzung des 330.000 Quadratmeter großen Vorfelds 1 mit seinen bis zu 60 Jahre alten Betonflächen umfasste die Erneuerung sämtlicher Leitungen, technischer Einrichtungen sowie der Oberfläche, wie der Airport am Freitag mitteilte. Dabei seien auch die baulichen Voraussetzungen für Zukunftsprojekte wie das Leitverfahren "Follow the Greens" sowie "Landstrom"-Anlagen geschaffen worden.

Für das Leitverfahren "Follow the Greens" wurden den Angaben zufolge rund 1900 grüne Lampen in den Boden eingelassen, die den Piloten den Weg zur Startbahn oder zur Parkposition weisen. So könne die Vorfeldfläche nun besser ausgenutzt werden. Zur Versorgung der Flugzeuge mit "Landstrom" auch auf den Außen-Abstellflächen sei das Vorfeld mit einer 400-Hertz-Stromversorgung ausgestattet worden.

© Hamburg Airport, Lesen Sie auch: So baut der Flughafen Hamburg um

"Mit diesem Projekt haben wir in die Zukunft unseres Flughafens investiert", erklärte Flughafenchef Michael Eggenschwiler bei der symbolischen Eröffnung des Vorfelds. Die größte Aufgabe bei diesem im März 2016 begonnenen Projekt sei dessen Umsetzung bei laufendem Flugbetrieb gewesen.

"Das haben wir gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich gemeistert", betonte Eggenschwiler. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) sprach von einer guten Investition in die Zukunft. "Davon profitieren die Passagiere, Airlines, die Anwohner und die Umwelt."

2020 wird Millionenverlust bringen

Der Hamburger Flughafen - er gehört zu 51 Prozent der Stadt und zu 49 Prozent dem kanadische Infrastrukturfonds PSP Investments - befindet sich wegen der Corona-Pandemie in einer schweren Krise.

Flughafenchef Eggenschwiler hatte zuletzt erklärt, nach vorläufigen Schätzungen erwarte er in diesem Jahr statt gut 17 nur etwa sechs bis acht Millionen Passagiere. Der Verlust werde sich auf mehr als 100 Millionen Euro belaufen.

Von: dpa-AFX, br

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