Hamburg zählt weniger Spätlandungen

Am Hamburger Flughafen starten und landen weniger Maschinen zwischen 23 und null Uhr. Von einer Trendwende will die zuständige Umweltbehörde noch nicht sprechen.

Nachts am Hamburger Flughafen. © AirTeamImages.com / HAMFive

Auf dem Hamburger Flughafen sind in diesem Jahr bislang deutlich weniger Flüge aufgrund von Verspätungen nach 23.00 Uhr gestartet oder gelandet. So hat die Umweltbehörde bislang 308 Bewegungen in der Stunde vor Mitternacht registriert. Bis Ende Juni 2018 waren es dagegen 577 Verspätungen, teilte ein Behördensprecher mit.

Sollte dieser Trend anhalten, könnte die Negativzahl von 1174 verspäteten Flügen zwischen 23 und null Uhr deutlich unterschritten werden, teilte die Behörde weiter mit.

Politik will Situation weiter verbessern

Trotz der positiven Zahlen für den Hamburger Flughafen warnt die Behörde vor "zu frühem Jubel". Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne): "Um eine Trendwende bei den Verspätungszahlen zu schaffen, dürfen die Lärmschutz-Bemühungen jetzt nicht nachlassen. Ganz im Gegenteil: Wir wollen die Situation weiter verbessern!"

Die Umweltbehörde sieht sinkenden Zahlen als sichtbaren Erfolg der Maßnahmen, die Politik, Flughafen und Fluggesellschaften bei einem gemeinsamen Luftfahrtgipfel Ende 2018 in Hamburg beschlossen hatten.

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Hamburger Politik streitet um Fluglärm

In Hamburg gelten nach 23 Uhr strenge Nachtflugbeschränkungen. Um die Hamburger vor Fluglärm zu schützen, dürfen bis Mitternacht lediglich Maschinen landen und starten, die nachweislich unvermeidbar zu spät dran sind. Gründe dafür können Unwetter, Fluglotsenstreik oder ähnliches sein. Dringende medizinische und polizeiliche Flüge sind von dieser Regelung ausgenommen.

Von: br, dpa

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