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Elektro-Smart-Fahrzeuge für die „Ramp Agents“ am Flughafen Hamburg. Hamburg Airport

Am Flughafen Hamburg sollen innerhalb von sieben Jahren mehr als die Hälfte der Fahrzeuge auf alternative Energien umgestellt sein. Das sieht das "Mobilitätskonzept 2020" vor, das die Geschäftsführung unlängst beschlossen hat. Standardfahrzeuge wie Personenwagen, Kleintransporter, Sprinter und Busse sollen komplett mit umweltfreundlichen Antriebsarten ausgestattet sein.

Grundsätzlich wird bei künftigen Ausschreibungen immer zunächst nach alternativen Antrieben gefragt. Dabei geht es um gasbetriebene oder Elektro-Fahrzeuge, Hybrid- und später auch Wasserstoff- sowie Brennstoffzellenantriebe.

Jüngster Schritt auf dem Weg zu alternativen Antrieben sind jetzt sechs neue Elektro-Smart-Fahrzeuge für die „Ramp Agents“. Die Batteriekapazität reicht jeweils für zwei Dienstschichten, bevor die Wagen wieder an die Steckdosen angeschlossen werden müssen. Zugleich seien zehn weitere Mercedes-Sprinter mit Erdgas-Antrieb bestellt worden, die als Mannschafts- und als Schleppfahrzeuge eingesetzt werden sollen, wie der Flughafen Hamburg weiter mitteilte.

„Das Mobilitätskonzept sieht vor, dass Neufahrzeuge grundsätzlich mit alternativen Antrieben zu beschaffen sind“, so der zuständige Projektleiter in der Umweltabteilung, Volker Budde. Bei normalen Fahrzeugen sei das ohne weiteres möglich. Bei Spezialfahrzeugen werde jeder Einzelfall geprüft. Wenn der Markt wirtschaftlich und technisch vernünftige Alternativen bietet, werde die Entscheidung ebenfalls zugunsten der Nachhaltigkeit ausfallen. Dabei geht es um 25 Lastkraftwagen und 171 Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel Flugzeug-Schlepper.

Bei den Personenwagen werden schon heute 20 Prozent aller Fahrzeuge mit Strom oder Bio-Erdgas betrieben. Bis 2015 soll es dann jedes Zweite sein. Von den Bussen fährt derzeit ein Drittel mit Erdgas. Geplant ist, dass im Jahr 2020 insgesamt 15 Busse mit Erdgas und vier weitere mit elektrischem Strom oder mit Wasserstoff betrieben werden. Die Gepäckschlepper sind heute schon zu 100 Prozent mit Erdgas im Einsatz.

Mit dem Mobilitätskonzept 2020 will der Flughafen die C02-Emissionen des Fuhrparks um rund 15 Prozent senken, hieß es auf Nachfrage von airliners.de. Der Betrieb aller Bodenverkehrsdienste zur Flugzeugabfertigung verursacht nach Flughafenangaben jährlich C02-Emissionen in Höhe von rund 5.400 Tonnen.

Im Konzept werden auch die Fahrzeuge der Mitarbeiter berücksichtigt. Im Mitarbeiter-Parkhaus sollen Elektro-Ladesäulen zur privaten Nutzung aufgestellt werden. Auch die Passagiere werden künftig Elektro-Ladesäulen in den Parkhäusern des Flughafens nutzen können.