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Passagiertreppen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn. © dpa / Thomas Frey

Die chinesische HNA Group will in diesem und dem kommenden Jahr zwischen 40 und 50 Millionen Euro in den Flughafen Hahn stecken. Das sagte ADC-Geschäftsführer Siegfried Englert jetzt dem SWR. Das Unternehmen ADC ist zusammen mit seinem Partner HNA der letzte Bieter, mit dem die rheinland-pfälzische Regierung über den Kauf des Hunsrück-Airports verhandelt.

Dem Bericht zufolge gab Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) bekannt, dass die HNA wöchentlich je drei Passagier- und Frachtflüge von China zum Hahn aufnehmen wolle. Englert sagte dazu, es könne noch bis zu einem halben Jahr dauern, bis die Flüge durchgeführt werden könnten. Er sehe jedoch keinen Grund, warum der Kauf nicht zustande kommen sollte.

© dpa, Andreas Arnold Lesen Sie auch: Reaktionen auf potenziellen Hahn-Käufer fallen positiv aus

Noch ist das Geschäft aber nicht in trockenen Tüchern. "Das Ziel ist, Mitte Februar einen Vertrag zu unterschreiben", sagte Martin Jonas von der Beraterfirma Warth & Klein Grant Thornton in dieser Woche. Danach gehe es unter anderem noch um Beihilfen, so dass er von voraussichtlich April ausgehe. Theoretisch kann auch noch der Bieter mit dem zweitbesten Angebot zum Zug kommen.

Die HNA-Gruppe ist ein milliardenschwerer chinesischer Großkonzern, der international unter anderem im Hotel- und Tourismusgeschäft sowie im Flughafenmanagement aktiv ist. Neben Hainan Airlines, der viertgrößten chinesischen Fluggesellschaft, gehören zahlreiche weitere Airlines zum Konzern - auch aus dem Luftfrachtbereich. Die Gruppe ist zudem im Finanz- und Immobiliensektor aktiv.