Vertrieb & Marketing Gutscheine, Emotionen und Rettungsfonds

Das wöchentliche airliners.de-Vertriebs-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit den neuesten Entwicklungen zur Gutschein-Frage, emotionaler Werbung und einem Ansatz für Reisebüro-Rettungsfonds.

Reisende stehen am Flughafen in einer langen Warteschlange. © dpa / Rick Bowmer/AP

Jour fixe auf airliners.de: Immer montags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrs-Marketing und Vertrieb. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Airlines-Marketing

Bund und Länder haben einige Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen. Die Regularien für Auslandsreisen bleiben aber bestehen. Zuvor hatten Verbände vor katastrophalen Auswirkungen gewarnt und mehr Planungssicherheit gefordert. Weiterlesen

Das Bundeskabinett hat zudem die weltweite Reisewarnung bis zum 14. Juni verlängert. Bundesaußenminister Heiko Maas will einzelne Abkommen mit Ländern für Sommerreisen nicht ausschließen, eine gesamteuropäische Lösung sei schwierig. Weiterlesen

"Kein Kostenrisiko" - mit diesen Worten lockte eine Firma für Fluggastrechte Kunden an, um schließlich doch abzukassieren. Das Landgericht Frankfurt am Main hat diese Praxis für rechtswidrig erklärt. Weiterlesen

Gerangel um Gutscheine

Die EU-Staaten finden weiter keine gemeinsame Linie in der Frage um eine Gutscheinlösung für coronabedingt stornierte Flüge. Gesucht wird eine umsetzbare Lösung für Unternehmen und Verbraucher. Deutschland könnte nun im Alleingang handeln. Weiterlesen

Die Bundesregierung zeigt sich nach einer Vielzahl von Hilferufen aus der Reisebranche erstmals bereit, eine verpflichtende Gutscheinlösung auch ohne Segen der EU umzusetzen. Aus der FDP kommt scharfe Kritik. Weiterlesen

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat einen Rettungsfonds für die angeschlagene Reisebranche sowie Verbraucher ins Spiel gebracht - falls eine Gutscheinlösung für abgesagte Reisen nicht klappt. Weiterlesen

Easyjet hat derweil eine spezielle Online-Plattform für Corona-Umbuchungen eingerichtet. Beim "Covid-19 Help Hub" können Passagiere ihre wegen Corona stornierten Flüge umbuchen, in Fluggutscheine umwandeln oder eine Erstattung beantragen.

United Airlines plant laut Flugplandaten, zahlreiche Verbindungen zwischen den USA und Deutschland ab dem 4. Juni wieder aufzunehmen. Frankfurt und München werden mit Houston, Newark, San Francisco und Washington verbunden. Auch Denver-Frankfurt soll ebenso wieder aufgelegt werden, wie Newark-Berlin.

American Airlines wird ab 7. Juli wieder Flüge zwischen Charlotte und München anbieten. Laut Flugplandaten wird die Verbindung einmal täglich mit einer Boeing 777-200 angeboten. Die Route zwischen Charlotte Frankfurt soll ab 24. Oktober wieder geflogen werden.

Ist der Traum vom Fliegen wirklich ausgeträumt? Daran glaubt Eurowings nicht und setzt in Corona-Zeiten auf eine emotionale Werbekampagne in den sozialen Medien. Die Aussage "Hört nicht auf zu träumen! Wir werden wieder fliegen." zeigt Urlaubs-Szenen und soll laut Eurowings der "Pandemie-belasteten Gesellschaft" Mut machen:

Flug-Touristik

Mit dem Wegfall der Reisetätigkeit und den ungewissen Aussichten in der Corona-Krise geraten besonders kleinere touristische Unternehmen unter Druck. Die Reisebüros machen mit erlaubten Klein-Demos auf ihre Notlage aufmerksam. Weiterlesen

Tui hat mitgeteilt, ihr Reiseprogramme aufgrund der Corona-Krise bis zum 14. Juni auszusetzen. Reisen innerhalb Deutschlands werden ab Mitte Mai wieder angeboten, da der Reiseveranstalter von einer weitestgehenden Öffnung der Ferienhäuser und Hotels in Deutschland ausgeht.

Auch Reisen mit den Marken FTI Touristik, 5vorFlug, BigXtra und LAL Sprachreisen werden bis 14. Juni abgesagt. Das teilte die FTI Group jetzt mit. Man orientiere sich mit dieser Entscheidung an den Aussagen des Auswärtigen Amts für die Corona-Urlaubsplanung.

© dpa, Thibault Camus Lesen Sie auch: Erste Tourismus-Lockerungen helfen innerdeutschem Luftverkehr kaum Corona-Erholung (1/2)

Trotz der größten Rückholaktion in der Geschichte der Europäischen Union sind wegen der Corona-Krise immer noch rund 50.000 EU-Bürger im Ausland gestrandet. Jetzt sollen weitere Rückholflüge helfen. Weiterlesen

Wegen Überlastung der Quarantäne-Einrichtungen durch heimkehrende Arbeitskräfte haben die Philippinen alle Flughäfen des Landes für internationale Flüge gesperrt. Das Landeverbot soll eine Woche gelten, teilte die Arbeitsgruppe im Kampf gegen das neue Coronavirus am Sonntag in Manila mit.

Die brasilianische Regierung von Präsident Jair Bolsonaro hat die Einreise nach Brasilien auf dem Luftweg wegen der Corona-Pandemie um weitere 30 Tage eingeschränkt. Weiterlesen

Von: airliners.de

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