Rundschau Größere Gepäckfächer für die A320 und Haifischhaut für Flugzeuge

Eine FACC-Lösung für größere Gepäckfächer ist nun auch in den USA zertifiziert und Lufthansa und BASF entwickeln eine Haifischhaut für Flugzeuge. Die Kurzmeldungen in unserer täglichen Rundschau.

Das "Passenger Luggage Space Upgrade“ von FACC - verfügbar für A318, A319, A320 und A321 - schafft mehr Gepäckstauraum und erhöht Effizienz im Flugbetrieb. Austrian Airlines ist Launch-Kunde. © FACC

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Die Kurzmeldungen des Tages

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat dem Zulieferer FACC das Supplemental Type Certificate (STC) für das "Passenger Luggage Space Upgrade" ausgestellt. Die Lösung zur signifikanten Erhöhung des Gepäckvolumens wird als Retrofit für die A320-Flugzeugfamilie angeboten. Mit dem Upgrade könnten nun auch US-Airlines ihren Passagieren mehr Platz für Handgepäck bieten, teilte das Unternehmen mit.

Die Lufthansa hat zusammen mit BASF eine neue Technik zur Beschichtung der Außenhaut von Flugzeugen entwickelt, berichtet die "Wirtschaftswoche". Sie habe das gleich Prinzip wie Haifischhaut. Durch eine besonders feine Rillenstruktur würden Luftverwirbelungen und Luftwiderstand gemindert. Damit könne der Kerosinverbrauch um bis zu drei Prozent gesenkt werden.

Ein technischer Defekt eines Hybridfahrzeuges soll zum Feuer in einem Parkhaus am Flughafen Münster/Osnabrück geführt haben. Der überwiegende Teil der mit der Untersuchung beauftragten Experten sei inzwischen davon überzeugt, berichtet das "Westfalen Blatt".

Rewe hat am Flughafen Nürnberg einen "Rewe To Go"-Supermarkt eröffnet, teilte der Flughafen mit. Auf rund 180 Quadratmetern werden vorrangig verzehrfertige frische Produkte, wie portioniertem Obst, Sandwiches, Sushi oder frisch aufgebackenen Backwaren verkauft. Die Öffnungszeiten sind täglich von 5:00 bis 24:00 Uhr.<</span> Foto: © Flughafen Nürnberg

Easyjet ist mit der Plattform "Easyjet Holiday" ins Pauschalreisegeschäft eingestiegen. Das Angebot umfasst Flüge, Hotels, Transfers und 23 kg Gepäck pro Person, berichtet der "Evening Standard". Zunächst ist das Angebot nur für Kunden in Großbritannien verfügbar. Künftig soll Easyjet Holiday auch in ganz Europa verfügbar sein.

Ryanair-Marketing-Chef Kenny Jacobs hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach sich die Airline aus Deutschland zurückziehen könnte. In einem im Interview mit der "Touristik Aktuell" prognostizierte Jacobs trotz Überkapazitäten und Preiskampf Deutschland "viel Potenzial sowohl im Leisure- als auch Geschäftsreisemarkt".

Peter Barrett, CEO von SMBC Aviation Capital, einem der führenden Leasingunternehmen, rechnet damit, dass die Boeing 737 Max noch bis 2021 Betriebsstörungen bei allen größeren Betreibern verursacht. "Wir hoffen, dass das Flugzeug bald zertifiziert wird, aber auch danach sind erhebliche Anstrengungen nötig, um es wieder in die Luft zu bringen," sagte er in Dänemark. Die irische Leasinggesellschaft besitzt derzeit sechs MAX 737 und hat weitere 89 Aufträge bei Boeing.

© AirTeamImages.com, John Kilmer Lesen Sie auch: FAA dämpft Boeings Hoffnung auf rasche 737-Max-Zulassung

Im Rahmen der Jahrestagung des Flughafenverbandes ADV wurde dessen Verwaltungsrat - das höchste Entscheidungsgremium des Verbandes - für drei Jahre neu gewählt. Dem ADV-Verwaltungsrat Vertreter der Bundesländer, der Kommunen, der Industrie- und Handelskammern, des Deutschen Städtetages sowie zahlreicher öffentlicher Körperschaften an. Für die Gesetzgebung relevante Fragestellungen der Flughafenpolitik kommen hier zur Sprache. Das Gremium zeuge von der Verankerung der Flughäfen in ihren Bundesländern und Regionen, so der ADV. An die Spitze des Verwaltungsrates wurde Dr. Hans Georg Reichhart, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsdezernent der Stadt Nürnberg, bestellt.

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Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) hat einen neuen Präsidenten. Das Präsidium des BDLI wählte in seiner Sitzung einstimmig Dirk Hoke (50), CEO von Airbus Defence and Space, als Nachfolger von Dr. Klaus Richter (55). Die Amtsübergabe an Dirk Hoke wird zum 1. Januar 2020 in Berlin erfolgen.

Bei dem fehlgeschlagenen Drucktest an einer Testzelle der Boeing 777X im September wurde nicht nur eine Tür aus der Maschine gerissen, sondern die gesamte Struktur um den Notausgang herum wurde herausgerissen. "Das bedeutet, dass es ein strukturelles Versagen gab", zitiert die AFP informierte Kreise. "Es war nicht nur die Tür", bestätigte eine zweite Quelle: "Das ist sehr ernst." Weiterlesen

Von: airliners.de

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