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Neuausrichtung Grobkonzept für Hahn liegt vor

Mit einem grundlegenden Umbau will der neue Hahn-Geschäftsführer Rethage den Hunsrück-Airport wieder auf Kurs bringen. Ein erster Schritt ist getan, ein Grobkonzept liegt dem Aufsichtsrat vor.

Heinz Rethage, Geschäftsführer des Hunsrück-Flughafens Hahn, steht vor einer Boeing 737 der Ryanair © dpa / Thomas Frey

Die Geschäftsführung des angeschlagenen Flughafens Hahn hat dem Aufsichtsrat ein Grobkonzept zur Neuausrichtung des Hunsrück-Airports vorgelegt. Darin gehe es um die geplante Restrukturierung und die Erschließung neuer Märkte, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Johannes Endler, am Donnerstag nach der Sitzung. Der Aufsichtsrat habe das Konzept zur Kenntnis genommen und sich darauf verständigt, dass auf dieser Grundlage weitergearbeitet werde. Bis zum Sommer solle dann das ausgearbeitete Konzept vorliegen.

Das Grobkonzept hatte der neue Geschäftsführer des hoch verschuldeten Flughafens, Heinz Rethage, bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftritt Mitte Februar angekündigt. Damals hatte er betont, dass der Airport ein großes Liquiditätsproblem habe. Schon im März 2013 müssten 12,8 Millionen Euro getilgt werden, Ende des Jahres ein weiterer Kredit. Ziel sei es, bis 2014 oder 2015 wieder eine schwarze Null zu schreiben.

Das Umbauprogramm sieht etwa Kooperationen mit Unternehmen aus der Landesverwaltung vor. Dazu zähle auch der Verkauf von Flughafen-Infrastruktur an den Landesbetrieb Mobilität, Rethages vorherigem Arbeitgeber. Das Geschäft soll rund 85 Millionen Euro bringen. Doch das Konzept, bei dem der Airport die Infrastruktur wieder zurückpachtet, müsse noch mit EU-Recht abgeglichen werden. Zudem sollen Investitionen zunächst verschoben und Kosten gesenkt werden. Kündigungen sind nach früheren Angaben Rethages aber nicht geplant.

Unter anderem um die Geldprobleme des Flughafens zu beheben, hatte der rheinland-pfälzische Landtag am vergangenen Dienstag einen Nachtragshaushalt mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen verabschiedet. Darüber zeigte sich Endler erleichtert. «Das ermöglicht der Flughafen-Geschäftsführung, sich auf die Neuausrichtung des Unternehmens zu konzentrieren», sagte er.

Von: dpa

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