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Fernbahnen in Malaga, Spanien. © Adobe Stock 134423182 / Sergii Figurnyi

In einer mehrteiligen Reihe legt Bahn- und Luftfahrtjournalist Andreas Sebayang die praktischen Probleme rund um die aktuelle Diskussion um eine Verlagerung von Fernverkehr auf die Schiene dar. Der dritte Teil zeigt die Schwierigkeiten beim grenzüberschreitenden Verkehr in Europa. In weiteren Teilen geht es um, woran der Schienenverkehr in Deutschland krankt, wir geben einen Blick über die Grenzen und schreiben über Dingen, die sich aus Passagiersicht bei der Deutschen Bahn ändern müssten, um eine ernsthafte Konkurrenz zum Flugzeug zu werden.

Die Bahn soll Kurzstreckenflüge ersetzen. Doch schon innerhalb Deutschlands ist es schwer, die Bahn als adäquaten Ersatz zum Flugzeug zu nutzen. Noch schwieriger gestaltet sich der grenzüberschreitende Bahnverkehr, selbst auf relativ kurzen Strecken zwischen EU-Nachbarländern.

Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, denn etliche mögliche innereuropäischen Bahnstrecken sind die klassischen Kurzstreckenflüge der weit verbreiteten Billigflieger. Politisch gewollt sollen diese eigentlich auch von der Bahn abgelöst werden. Europa hat zudem den Vorteil, dass Dinge einheitlich geregelt werden können - eigentlich.

Für Beobachter aus der international geregelten Luftfahrt kann es durchaus erstaunlich sein, welcher Aufwand betrieben werden muss, wenn ein Bahnunternehmen international tätig werden möchte. Das beginnt bei unterschiedlichen Signalanlagen. Während ein Autofahrer aus Deutschland wohl keine Probleme mit der Ampel in Frankreich hat, und sich Piloten in der Regel auf internationale Standards bei der Flugsicherung verlassen können, ist das für Triebfahrzeugführer schon ein ganz anderes Problem.

Signal- und Sicherungssysteme sind nicht überall gleich

Denn Bahn-Signale sind schon in Deutschland komplex: Mechanische Formsignale und Licht-Signale nach dem H/V-System laufen parallel und auch die DDR hatte ein eigenes Signalsystem. Seit der Wiedervereinigung wurde zusätzlich das Kombinationssignalsystem eingeführt.

Während ein deutscher Lokführer oder Triebfahrzeugfahrer diese in der Regel alle kennt, muss das nicht für Frankreich gelten. Der Aufbau der Zugampeln dort ist noch einmal komplett anders und ähnlich komplex. Wer sich das mal anschauen möchte, dem sei die Übersicht auf Stellwerke.de empfohlen.

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