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Gläubiger stimmen Sanierung von Zim Flugsitz zu

Der Reacaro-Konkurrent Zim Flugsitz will im Dezember die Insolvenz in Eigenverwaltung abschließen. Damit ist das Unternehmen gerettet. Der Standort in Schwerin wird drastisch verkleinert, aber nicht geschlossen.

Ein Mitarbeiter der ZIM Flugsitz GmbH in Schwerin. © dpa / Jens Büttner

Der Kabinenausstatter Zim Flugsitz aus dem baden-württembergischen Markdorf ist gerettet. Das teilte das Unternehmen mit. Demnach haben die Gläubiger dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt, womit die Restrukturierung des Flugzeugsitzeherstellers abgeschlossen ist, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mitte Juli wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Es soll nach Plänen der Unternehmensführung voraussichtlich Ende Dezember formal abgeschlossen sein.

"Es ist ein wichtiger Schritt, um in einem stark von der Covid-19-Krise getroffenen Markt wieder gleichberechtigt an Ausschreibungen teilnehmen zu können", so Geschäftsführer Heiko Fricke. Auch der eingesetzte Sachwalter Martin Mucha begrüßt die Zustimmung zum vorgelegten Sanierungsplan. Er zeigt sich zuversichtlich, dass das Unternehmen damit eine zweite Chance bekommt und diese auch nutzen werde.

Zim teilte mit, dass alle rund 130 Arbeitsplätze am Standort Markdorf erhalten bleiben könnten. Den zweiten Produktionsstandort in Schwerin hat das Zuliefer-Unternehmen auf noch 20 Mitarbeiter verkleinert. Die übrigen rund 50 Mitarbeiter sind in eine Transfergesellschaft überführt worden. Die verbliebenen Mitarbeiter konzentrieren sich nun auf die Bereiche Service, Maintenance, Vorentwicklung und unterstützende Entwicklungsdienstleistungen.

"Wir haben in den vergangenen Monaten einen umfassenden Sanierungsplan umgesetzt und das Unternehmen ist nun für die Zukunft gut aufgestellt", teilt der Geschäftsführer mit. So wurden unter anderem Prozesse effizienter gestaltet und Verträge mit wichtigen Kunden neu ausgehandelt. Zudem wurden Produkte technisch weiterentwickelt – insbesondere die sogenannten Retrofit-Lösungen. Dabei werden gebrauchte Flugzeuge mit neuen Sitzen ausgestattet werden.

Für das neue Jahr hat Zim Flugsitz auch die Neuentwicklung einer neuen Generation von Premium Economy Flugsitzen vorangetrieben. Die Markteinführung ist für Mitte 2021 geplant.

Von: br

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