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Easyjet-Maschine in Berlin-Schönefeld © FBB

Easyjet hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September) dank steigender Passagierzahlen und geringerer Treibstoffkosten mehr verdient. Der Vorsteuergewinn im fortlaufenden Geschäft habe sich mit 188,3 Millionen britische Pfund (222 Mio Euro) mehr als verdreifacht, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte Easyjet einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 43,7 Millionen Pfund ausgewiesen. Die Vorsteuer-Rendite kletterte um 4,7 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Im Jahr 2012 will Easyjet zum ersten Mal eine Dividende zahlen.

Der Umsatz stieg von Oktober 2009 bis Ende September 2010 um 11,5 Prozent auf 2,973 Milliarden Pfund. Im Gesamtjahr beförderte Easyjet 48,8 Millionen Passagiere. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 7,9 Prozent mehr. Die Auslastung stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 87,0 Prozent. «Das war ein solides Jahr für Easyjet», sagte die neue Vorstandschefin Carolyn McCall in London.

Wie alle anderen Fluggesellschaften habe Easyjet 2010 nicht nur unter Streiks und Wettereinflüssen, sondern vor allem unter der Wolke aus Vulkanasche gelitten, die zu einem tagelangen Flugverbot im Frühjahr geführt hatte. Die daraus resultierenden Einnahmeausfälle und Folgekosten hätten sich bei Easyjet auf 57 Millionen Pfund addiert, sagte McCall.

Stärkere Fokussierung auf Geschäftsreisende

Die Vorstandschefin kündige den Ausbau der Flotte an. Bis 2013 sollen 220 Maschinen für Easyjet fliegen, derzeit sind es 196. Ferner wolle sich Easyjet mit zusätzlichen Städteverbindungen und einem neuen flexiblen Tarif, der in den nächsten Wochen erprobt werden soll, stärker als bisher auf Geschäftsreisende konzentrieren.