airliners.de Logo

Gewerkschaften fordern Staatshilfen nur gegen Jobgarantien

Verdi, die Vereinigung Cockpit und zahlreiche Personalvertretungen von Luftverkehrsfirmen fordern in einem offenen Brief an die Bundesregierung, Staatshilfen an den Erhalt von Arbeitsplätzen zu koppeln.

Das Logo der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). © dpa / Arne Dedert

Die milliardenschweren Corona-Staatshilfen für die deutsche Luftverkehrsbranche müssen nach Auffassung der Gewerkschaften Verdi und der Vereinigung Cockpit (VC) an den Erhalt von Arbeitsplätzen gekoppelt sein. Das fordern beide in einem gemeinsamenoffenen Brief an die Bundesregierung.

"Staatshilfe ist, wenn's alle schützt. Wir erwarten für den Luftverkehr daher die Sicherung der Arbeitsplätze und Einkommen", erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle bei der Veröffentlichung des offenen Briefs. Dieser wird auch von zahlreichen Personalvertretungen von Luftverkehrsfirmen mitgetragen.

Behle kritisierte unter anderem die Einstellung des Lufthansa-Teilbetriebs Germanwings und den Austritt des Passagierabfertigers AHS aus dem kommunalen Arbeitgeberverband Hamburg. Einige Flughäfen in öffentlicher Hand hätten bereits damit gedroht, aus dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes auszusteigen.

© airteamimages.com, SilverWingPix Lesen Sie auch: AHS tritt wegen Kurzarbeiter-Aufstockung aus Arbeitgeberverband aus

"Wir appellieren an die Bundesregierung, dass transparentes Handeln und Beschäftigungssicherung die Grundpfeiler für die Verteilung von Steuergeldern sein müssen", erklärte VC-Präsident Markus Wahl. "Milliardenhilfen darf es nur gegen Arbeitsplatzsicherheit geben.

Von: dpa-AFX, br

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Rahmenbedingungen Politik Verdi Vereinigung Cockpit Gewerkschaften Corona-Virus