Gewerkschaft IGL arbeitet an Neustart

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Vier Jahre nach ihrer Gründung hat die bereichsübergreifende Gewerkschaft IGL einen neuen Vorstand gewählt. Auch konkrete Tarifverhandlungen streben die Vertreter bereits an.

Mitarbeiter von Lufthansa Technik. © Lufthansa Technik AG / Gregor Schläger

Das Projekt der bereichsübergreifenden Industriegewerkschaft Luftfahrt (IGL) steht vor einem Neustart. In der vergangenen Woche ist nach airliners.de-Informationen ein neuer Vorstand gewählt worden. Dieser soll die 2015 gegründete IGL neu anschieben.

Das neue Führungsgremium besteht aus vier Köpfen: zwei Vertreter jeweils von der Technikergewerkschaft TGL (Thorsten Spreu, Daniel Wollenberg) und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo (Sylvia de la Cruz, Christoph Drescher). Gründungsmitglied und Ufo-Chef Nicoley Baublies will sich komplett auf seine Tätigkeit bei Ufo konzentrieren.

Akquise neuer Mitgliedsgewerkschaften

In der IGL wurden zudem die fünf Ressorts neu besetzt - unter anderem Tarifpolitik Finanzen und Administration sowie Öffentlichkeitsarbeit. Die Aufteilung ist so lange gültig, bis andere Gewerkschaften zur IGL stoßen - maximal aber vier Jahre.

Denn an der Grundausrichtung der IGL hat sich trotz des Neustarts nichts geändert: "Mittelfristiges Ziel ist es, die IGL als die maßgebliche Gewerkschaft im Luftverkehr zu platzieren", heißt es in einer Mitteilung, die unserer Redaktion vorliegt.

Es werde nun angestrebt, die Gewerkschaft "mit voller Kraft nach vorne zu bringen" und weitere Bereiche zu gründen. Parallel dazu würden Gespräche mit weiteren Luftfahrt-Gewerkschaften und Verbänden geführt, um "die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit auszuloten".

Tarifgespräche mit Lufthansa Technik und Nayak angestrebt

Verhandlungsaufforderungen seien bereits unter anderem an Lufthansa Technik (LHT) und Nayak erfolgt. Bei LHT erwarte man Anfang des Jahres konkrete Gespräche über eine Tariflösung.

Und auch ein ganz neuer Bereich soll erschlossen werden: Logistik. "Die Sparte befindet sich gerade im Aufbau, wobei beabsichtigt ist, noch in diesem Jahr eine Tarifkommission zu gründen."

Piloten noch nicht vertreten

Die IGL ist 2015 als "Dach" der TGL und der Flugbegleitergewerkschaft organisiert worden. Ufo will für die Kabine auch weiterhin einzeln verhandeln. Piloten sind noch nicht an der IGL beteiligt. Am Standort Frankfurt ist die IGL im Technik-Bereich nach eigener Aussage bereits "gut anerkannt" und stellt sogar den Betriebsratsvorsitzenden; ein ähnliches Standing möchte man auch in Hamburg erreichen.

© airliners.de

Von: cs

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