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Germanwings-Absturz: Schmerzensgeld-Prozess beginnt

Rund fünf Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen beginnt am Essener Landgericht jetzt der erste Schmerzensgeld-Prozess gegen Lufthansa.

Eine Gedenktafel erinnert vor der Germanwings-Zentrale in Köln an die Opfer des Absturzes. © dpa / Henning Kaiser

Der Germanwings-Pilot soll die Maschine am 24. März 2015 absichtlich gegen einen Berg in den französischen Alpen gesteuert habe. Alle 150 Menschen an Bord starben.

Verhandelt werden die Klagen von Angehörigen getöteter Passagiere. Ihre Klage richtet sich gegen die Lufthansa AG sowie gegen die Lufthansa Aviation Training USA Inc., einer Flugschule in den USA. Dort soll der offenbar an Depressionen leidende Copilot der Maschine ausgebildet worden sein.

Die Kläger werfen der Flugschule und der Lufthansa Versäumnisse vor und fordern höhere Schmerzensgeldzahlungen als von der Lufthansa bereits geleistet. Laut Gericht könnte die medizinische Überwachungspflicht auch eine staatliche Aufgabe gewesen sein. In diesem Fall wären Flugschule und Lufthansa die falschen Adressaten der Klage.

Bei dem Gerichtstermin am 6. Mai ist voraussichtlich noch nicht mit einer Entscheidung zu rechnen

Von: dpa-AFX, br

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