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Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz eines Airbus A320 der Germanwings bei Seyne-les-Alpes in Frankreich. © dpa / Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt
Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz eines Airbus A320 der Germanwings bei Seyne-les-Alpes in der Provence, Frankreich. © dpa / Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt
Wrackteile und Trümmer liegen an einem Berghang nach dem Absturz eines Airbus A320 der Germanwings bei Seyne-les-Alpes in der Provence, Frankreich. © dpa / Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt
Ein Hubschrauber durchkämmt die Alpen in der Nähe der Absturzstelle. © dpa / Anne-Christine Poujoulat
Ein Helikopter fliegt über eine Stelle, an der Helfer neben Wrackteilen arbeiten. © PHOTOPQR/LA PROVENCE / Duclet Stephane
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (Mitte, SPD) besucht zusammen mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr (rechts hinten) das Lagezentrum in Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle der Germanwings Maschine in Frankreich. © dpa / Thomas Koehler/photothek.net/Auswärtiges Amt
Helikopter stehen in der Nähe des Absturzortes. © dpa/AFP / Boris Horvat
Airbus A320 der Germanwings © AirTeamImages.com / Paul Marais-Hayer
Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner © dpa / Marius Becker

Bei einem Absturz eines Airbus A320 der Germanwings (D-AIPX) sind alle Menschen an Bord ums Leben gekommen. Laut Germanwings waren 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Darunter seien 67 Deutsche, sagte Airline-Chef Thomas Winkelmann. Unter den Opfern sind nach Angaben der Madrider Regierung auch viele Spanier.

Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Das Flugzeug befand sich Radardaten zufolge im Reiseflug in einer Höhe von rund 38.000 Fuß (FL380), bevor es in einen Sinkflug überging. Ein Sprecher der französischen Luftfahrtaufsicht stellte klar, dass die Crew selbst entgegen ersten Angaben "nicht selbst ein Notsignal" ausgesandt habe.

Das Wetter sei ruhig gewesen, berichteten französische Wetterdienste. "Die Bedingungen waren optimal, mit trockenem Wetter und komplett freiem Himmel am ganzen Vormittag", hieß es auf der Webseite von "La Chaîne Météo". Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefährlichen Wolken gegeben.

Einsatzkräfte bergen Flugschreiber

Suchmannschaften vor Ort haben am Nachmittag den Flugschreiber der Unglücksmaschine gefunden und geborgen. Das sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve. Mit der Auswertung solle noch am Abend begonnen werden. Nach dem Unfall waren über Hunderte Einsatzkräfte und rund ein Dutzend Hubschrauber und Militärflugzeuge an der Unglücksstelle nahe des kleinen Ortes Prads-Haute-Bléone im Einsatz.

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Nach Angaben der Rettungskräfte vor Ort zerschellte das Flugzeug auf 1.500 Metern Höhe unter dem Massiv von Estrop im Tal von Blanche. Bei dem Absturz wurde die Maschine augenscheinlich völlig zerstört. Bilder zeigen unzählige Trümmerteile in einer kargen Felslandschaft.

Interaktive Karte

Bundesregierung richtet Krisenstab ein

Die Bundesregierung richtete einen Krisenstab ein. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, sind Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle.

"Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens", sagte Steinmeier, der zusammen mit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr gleich am Dienstagabend zur Unfallstelle nach Frankreich gereist war.

"Jede Spekulation über die Absturzursache verbietet sich", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Regierung werde alles daran setzen, die Angehörigen zu unterstützen. Die Kanzlerin reist am Mittwoch zur Absturzstelle nach Frankreich. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und der Luftfahrt zeigten sich geschockt und sprachen ihr Beileid aus.

Die Germanwings ist eine Tochter der Lufthansa. Der Mutter-Konzern äußerte sich unter anderem über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Unglück: "Wir wissen noch nicht genau, was mit Flug 4U9525 geschehen ist. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Crews", schrieb Lufthansa-Chef Spohr.

© dpa, Marius Becker Lesen Sie auch: Absturz der Germanwings-Maschine trifft Lufthansa-Konzern ins Mark

Germanwings selbst kündigte rasche Hilfe an. "Germanwings wird alle Kräfte aufbieten, um allen Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen und ihnen ihr schweres Schicksal zu erleichtern, so gut es irgend geht", sagte Geschäftsführer Oliver Wagner. "Das Geschehene tut uns unendlich leid."

Der Kapitän der abgestürzten Maschine sei seit zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings im Einsatz, teilte Germanwings mit, er habe mehr als 6.000 Flugstunden in Flugzeugen vom Typ Airbus absolviert. Wie Airbus mitteilte, wurde die abgestürzte Maschine 1991 an die Lufthansa ausgeliefert und hatte seitdem 58.300 Flugstunden bei rund 46.700 Flügen absolviert.

Die A320 ist das erfolgreichste Modell des Flugzeugherstellers Airbus. Es gilt als sehr zuverlässig. Zur A320-Familie gehören auch die Modelle A318, A319 und A321. Derzeit sind mehr als 6.200 Maschinen dieser Modellreihe im Einsatz, von denen mit rund 3.600 mehr als die Hälfte auf die A320 entfallen.

Informationen für Angehörige

Der Flughafen Düsseldorf hat nach dem Absturz eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die Nummer lautet 0800/7766 350. Auch das Auswärtige Amt steht zur Verfügung. Über eine Hotline mit der Telefonnummer 030/5000 3000 könnten sich Angehörige informieren. Die Nummer der eingerichteten Germanwings-Hotline lautet 0800/1133 5577.

Alle Meldungen zum Germanwings-Unglücksflug 4U9525.

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