Rundschau Germania-Kollision und Zittern bei Airbus

Eine Germania-Maschine rammt eine El-Al-Boeing und der Airbus-Betriebsrat befürchtet den "Worst Case" in Sachen Stellenabbau. Unsere tägliche Übersicht mit allen Kurzmeldungen sowie der Presseschau des Tages.

Eine Boeing 737 der Germania ist beim Push-Back am Flughafen Tel Aviv mit einer Boeing 767 der israelischen Airline El Al kollidiert. © dpa / Lior Grundman/AP

Immer abends gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Kurzmeldungen des Tages

Eine Boeing 737 der Germania ist beim Push-Back am Flughafen Tel Aviv mit einer Boeing 767 der israelischen Airline El Al kollidiert. Dabei verhakten sich der Vertical Stabilizer der D-ABLA mit dem Horizontal Stabilizer des anderen Flugzeugs, berichtet "airlive.net". Die Germania-Maschine war auf dem Weg nach Berlin-Tegel.

Die A330neo-Familie von Airbus ist laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg von den gleichen Triebwerksstörungen betroffen wie Boeings 787-"Dreamliner"-Familie. Demnach treten bei den Motoren des Herstellers Rolls-Royce ähnliche Haltbarkeitsprobleme auf. Triebwerke ohne dieses Problem seien erst Ende 2018 verfügbar.

Am Donnerstag findet die nächste Runde der Verhandlungen über einen Kollektivvertrag zwischen der Gewerkschaft GPA und Lauda Motion statt. Dies kündigte Airline-Chef Niki Lauda am Mittwoch vor Journalisten in Wien an. Den bislang geltenden Tarifvertrag der Niki hatte Lauda nicht übernommen.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt wird wieder Austragungsort der Pilotentrainings für die Junkers Ju 52, wie aus einer Meldung des Airports hervorgeht. Das Training dient zur Vorbereitung der Deutschland-Tour im Sommer.

Im April starten am Flughafen Paderborn/Lippstadt wieder Pilotentrainings für die "Tante Ju“. Foto: © Flughafen Paderborn/Lippstadt

Nayak Röder hat die Wartung von 14 Flugzeugen der Lauda Motion übernommen. Laut einer Unternehmensmeldung wurde der Vertrag nun unterzeichnet. Der MRO-Spezialist will sein Stationsnetz in Deutschland flächendeckend ausbauen.

Der Geschäftsführer des Flughafens Hahn, Christoph Goetzmann, setzt auch im Sommer auf ein Wachstum des Frachtgeschäfts: "Der Hahn ist die fünfte Runway von Frankfurt. Im Sommerflugplan haben wir über 30 Frachtflüge pro Woche", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Das Frachtgeschäft am Hahn wuchs im Januar und Februar laut ADV um über 70 Prozent.

Der Technologieanbieter Travelport hat eine neue Vertriebsvereinbarung mit Air France/KLM geschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, können Flüge der Airline-Gruppe in den Travelport-Systemen damit weiterhin ohne GDS-Gebühr gebucht werden - allerdings nur von ausgewählten Reisebüros. Air France/KLM führt zum 1. April eine "Distribution Surcharge" in Höhe von elf Euro pro Strecke ein.

© Copyright

Sabre hat Roshan Mendis zum Chief Commercial Officer (CCO) für den Geschäftsbereich Travel Network ernannt. Laut einer Unternehmensmeldung wird sich Mendis in seiner neuen Funktion um den Verkauf, Vertrieb und Geschäftsentwicklung auf globaler Ebene betreuen.

Privatreisende, die in die Schweiz einreisen, können mit der neuen App "Quick Zoll" ihre eingeführen Waren selbstständig und digital verzollen. Laut eines Berichts der Schweizer Zeitung "Tagblatt" ist die Technik ab Ostern verfügbar. Möglich sind zu Beginn ausschließlich Standardverzollungen.

Das schreiben die Anderen

Bei Airbus droht ein massiver Stellenabbau - der Gesamtbetriebsrat fürchtet ein "Worst-Case-Szenario", wie "Der Spiegel" berichtet. Bis zu 1500 Stellen in Deutschland könnten betroffen sein. Für Hoffnung sorgt ein neuer Großauftrag von Aegean Airlines über bis zu 42 Mittelstrecken-Jets.

Bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz von Niki Lauda und Michael O'Leary stellen die "Salzburger Nachrichten" fest: Einmal mehr drehte es sich darum, ob Lauda nur ein Strohmann für die Iren war. Und die Antwort von Lauda ließ an Deutlichkeit nichts zu Wünschen übrig: "Ich kommentiere keine dummen Kommentare."

Noch einmal O'Leary: Pilotenmangel zwingt den Ryanair-Chef, das Geschäftsmodell zu ändern und erstmals auch Gewerkschaften in das Unternehmen zu lassen. Nicht alle trauen dem Frieden, sieht die "Wirtschaftswoche" aus Düsseldorf.

Easyjet-Chef Johan Lundgren spricht im Interview mit "Zeit Online" über die Übernahme von Teilen der Air Berlin. Damals gab es Gerüchte, Lufthansa hätte mit den Briten paktiert. "Davon weiß ich nichts", so Lundgren.

Die Wachstumspläne von Easyjet in Berlin-Tegel und gerade das Umsteigerprogramm "Worldwide" beschäftigen noch einmal den "Tagesspiegel". Er spekuliert, dass Scoot auf Langstrecken mit den Briten kooperieren könnte, und dass Norwegian nun einen weiteren Anreiz für Interkontinental-Verbindungen ab Schönefeld hat.

© airliners.de, Benjamin Recklies Lesen Sie auch: Billigflieger Easyjet stockt in Tegel auf

Die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen werden immer mehr zum Engpass - und die Luftverkehrsverbände fürchten, dass die Zustände im Sommer noch schlimmer werden könnten. In der Kritik stehen das Bundesinnenministerium und das Bundesbeschaffungsamt, die neuen Lösungen und effizienteren Vereinbarungen bisher im Wege stehen, schreibt das Fachmagazin "FVW" (Abo).

Indiens Regierung will sich von großen Teilen der hochverschuldeten Air India trennen. In dem Privatisierungsverfahren wird neben dem Billigflieger Indigo und Singapore Airlines auch ein Konsortium aus Air France/KLM, Delta Air Lines und Jet Airways als Kaufinteressent gehandelt, berichtet das Portal "Aero.de".

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de

Lesen Sie jetzt
Themen
Kurz & kompakt