Rundschau German Airways plant Ticketverkauf und Carsten Spohr hat Zeit beim Alitalia-Kauf

German Airways soll wohl eine neue Fluggesellschaft mit eigenem Ticketverkauf in Deutschland werden, statt nur aufs Leasing-Geschäft zu setzen. Derweil gibt der Lufthansa-Chef zu verstehen, dass man im Fall Alitalia interessiert sei, aber nichts überstürzen werde. Unsere Übersicht der Kurzmeldungen des Tages.

Eine Maschine der German Airways © AirTeamImages.com / Markus Mainka

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German Airways hat offenbar Pläne einen eigenen Ticketverkauf aufzubauen und damit eine vollwertige Fluggesellschaft zu werden. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" seien die Planungen diesbezüglich weit fortgeschritten. Zur Airline gehören die beiden Fluggesellschaften der Zeitfracht-Gruppe: LGW und die WDL Aviation. Bislang fliegt die Airline im Wet-Lease für für verschiedene Airlines.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hält die vom Staat gesetzte Frist zur Rekapitalisierung der Alitalia bis zum 21. November für unrealistisch. "Qualität ist wichtiger als Geschwindigkeit", so Spohr. Er wiederholte die Aussage, Lufthansa werde nur in eine restrukturierte Alitalia investieren. Man sei aber weiterhin an einer kommerziellen Zusammenarbeit interessiert und im Unterschied zu den Wettbewerbern in allen Zielmärkten der Alitalia stark vertreten. Das eröffne eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

Boeing-Vorstandschef Dennis Muilenburg hat nach den zwei 737-Max-Abstürzen seinen Rücktritt erwogen. "Ich habe darüber nachgedacht", sagte der Top-Manager bei einer Konferenz in New York. Er habe sich jedoch dagegen entschieden, da es seine Verantwortung sei, den Konzern durch die Krise zu steuern, sagte Muilenburg. "Ich betrachte es nicht als Lösung, vor einer Herausforderung davonzulaufen."

Die Golf-Airline Emirates verzeichnet im ersten Halbjahr ihres Geschäftsjahres einen Umsatz von umgerechnet 12,9 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von drei Prozent entspricht. Wie Emirates mitteilt, stieg der Gewinn gleichzeitig um 282 Prozent auf 235 Millionen US-Dollar. Die Airline beförderte 29,6 Millionen Passagiere und konnte die Auslastung um 2,3 Prozent auf 81,1 Prozent steigern. Foto: © AirTeamImages.com, Derek Pedley

Rolls-Royce rechnet in diesem Geschäftsjahr wegen der Probleme mit dem 787-Triebwerk Trent 1000 mit einer einmaligen Sonderbelastung von 1,4 Milliarden Pfund (1,8 Milliarden Euro), teilt das Unternehmen mit. Rolls-Royce steckt tief in die roten Zahlen, im ersten Halbjahr wurde bereits ein Verlust von 909 Millionen Pfund (989 Millionen Euro) verbucht.

Die globale Luftfracht-Nachfrage geht weiter zurück. Im September sind laut Mitteilung des Airline-Verbandes Iata 4,5 Prozent weniger Frachttonnenkilometer nachgefragt worden. Dies sei der elfte Monat in Folge mit einem Rückgang. Die Branche leidet laut Iata vor allem unter internationalen Handelskonflikten. Die verfügbare Kapazität stieg im selben Zeitraum um 2,1 Prozent.

Der Flughafen Zürich muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung für ein eigentlich bereits seit 2017 genehmigtes Bauvorhaben für ein weiteres Parkhaus durchführen. Wie "About Travel" berichtet, hat das Schweizer Bundesgericht einer entsprechenden Beschwerde des Umweltverbandes VCS entsprochen.

Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat sich für eine drastische Verteuerung von Flugreisen ausgesprochen. Auf dem Tourismusgipfel des Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin sagte er: "Nachhaltigkeit ist Luxus, und Luxus ist exklusiv." BTW-Präsident Michael Frenzel hält es hingegen für falsch, Reisen wieder zum Luxusgut für die Elite zu machen, berichtet "Spiegel Online".

Der Euroairport Basel erwartet nach einem Sommer mit erheblich gestiegenen Passagierzahlen ein neues Rekordjahr. Man erwarte für 2019, erstmals in einem Jahr über neun Millionen Passagiere abzufertigen, teilte der Schweizer Flughafenbetreiber mit.

Amadeus IT hat im dritten Quartal dank neuen Kunden und Zukäufen kräftig zugelegt. Umsatz als auch operativer Gewinn (Ebitda) legten im Zeitraum Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr zweistellig zu, wie der spanische Reisesoftware-Spezialist am Donnerstag in Madrid mitteilte. Die Erlöse kletterten um 16,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um 11,9 Prozent auf 570,4 Millionen Euro anstieg. Unter dem Strich stand ein bereinigter Gewinn von 325,8 Millionen, das war ein Plus von 16,4 Prozent. Seit Oktober 2018 ist das Geschäft des Hotelsoftware-Anbieters Travelclick in den Amadeus-Zahlen enthalten.

Die Lufthansa Gruppe stellt ihre Quartalszahlen vor. In den ersten neun Monaten gingen die Ergebnisse deutlich zurück. Während Eurowings sich positiv entwickelt, wird Austrian Airlines zum neuen Sorgenkind. Weiterlesen

Von: airliners.de

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