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AF 447 Gerichtsverfahren gegen Airbus und Air France

Nach dem Absturz eines Air-France-A330 über dem Atlantik im Juni 2009 hat die französische Justiz ein Gerichtsverfahren gegen den Flugzeughersteller Airbus eröffnet. Auch gegen Air France wird strafrechtlich ermittelt.

Bergung eines Wrackteils © dpa

Knapp zwei Jahre nach dem Absturz einer französischen Linienmaschine über dem Atlantik hat die französische Justiz ein Gerichtsverfahren gegen den Flugzeughersteller Airbus eingeleitet. Ermittelt werde wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, teilte Airbus-Chef Thomas Ender nach dem Gerichtstermin am Donnerstag mit.

«Wir missbilligen diese Entscheidung und halten sie für verfrüht», sagte Enders nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP. Er sicherte zugleich aber zu, weiter bei den Ermittlungen und der Suche nach den Flugschreibern zu kooperieren.

Nach Airbus gab auch Air France bekannt, dass sie sich im Zentrum eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung befinde. Das Verfahren sei am Freitag eröffnet worden, erklärte ein Air-France-Mitarbeiter im TV-Sender BFM.

Am 1. Juni 2009 war ein Airbus A330 von Air France auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris im Atlantik abgestürzt. Die genaue Unglücksursache ist nach wie vor unbekannt. Für den Absturz werden teilweise fehlerhafte Sensoren zur Messung der Geschwindigkeit verantwortlich gemacht. Air France wird vorgeworfen, nicht rechtzeitig auf Berichte über diese Mängel reagiert zu haben.

Die Suche nach dem Flugzeugwrack und den Flugschreibern soll in den nächsten Tagen wieder aufgenommen werden.

Von: AFP, dpa

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