Gategroup und Do&Co Favoriten für Kauf von LSG Sky Chefs

Lufthansa rechnet damit, die Catering-Tochter LSG Sky Chefs bis Jahresende verkaufen zu können. Die Konkurrenz vom Golf will man nicht noch größer machen, sodass die Entscheidung zwischen zwei europäischen Bietern fällt.

Catering an einem Airbus A380 durch LSG Sky Chefs © LSG

Die Gategroup ist laut einem Pressebericht weiter im Rennen um die zum Verkauf stehende Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs. Jedoch sei der zur Airline Emirates gehörende Dienstleister DNATA als Bieter aus dem Rennen, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet.

Demnach werde die Entscheidung zwischen dem Schweizer Caterer und der österreichischen Do&Co als verbleibende Interessenten fallen. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Meldung der Zeitung nicht kommentieren. Man rechne aber mit einem "Closing bis Jahresende", sagte er.

Bei einer Übernahme durch DNATA wären größere Einschnitte bei den 35.000 LSG-Arbeitsplätzen zu befürchten, so der Bericht weiter. Außerdem wolle man beim Kranich nicht den Wettbewerber Emirates stärken.

Gategroup und LSG zusammen wären ein Riese im Markt

Der Lufthansa-Vorstand favorisiere mit Blick auf die Wettbewerbssituation dem Vernehmen einen Verkauf an Do&Co. Denn bei einem Zuschlag für die Gategroup, mit 4,9 Milliarden Euro Umsatz derzeitiger Marktführer, würde zusammen mit LSG (3,2 Milliarden Euro Umsatz) ein Schwergewicht entstehen, das die Preise diktieren könnte, so die Befürchtungen.

Demgegenüber würden LSG-Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi jedoch für die Gategroup plädieren. Gategroup gehört seit April der asiatischen Investmentgesellschaft RRJ Capital. Die ehemalige Swissair-Tochter wurde 2016 von HNA übernommen und von der Schweizer Börse aus dem Handel genommen.

© dpa, Daniel Reinhardt Lesen Sie auch: Verdi stellt Forderungen für LSG-Verkauf an Lufthansa

Von: dk, dpa

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