Für Sprengstoff-Kontrollen an Flughäfen gelten jetzt neue Regeln

Nach dem Check-in sollten Passagiere genug Zeit für die Sicherheitsschleuse einplanen. Dabei müssen sie ab sofort an den Flughäfen der EU mit erweiterten Kontrollen auf Sprengstoff rechnen.

Passagiere legen am Flughafen von Frankfurt am Main ihr Handgepäck und Kleidungsstücke auf das Band der Sicherheitskontrolle. © dpa / Frank Rumpenhorst

Ab sofort müssen sich Passagiere an Flughäfen auf erweiterte Sicherheitskontrollen einstellen. Denn jetzt gelten ergänzende EU-Vorschriften für die Kontrolle von Fluggästen und ihres Handgepäcks. Die Regeln sollen dazu beitragen, Sprengstoffe künftig noch besser aufspüren zu können. Sie gelten für alle Flughäfen in der EU - der Ablauf der Kontrolle kann aber je nach Airport variieren.

Das Handgepäck kann jetzt nicht mehr nur manuell nachkontrolliert werden, sondern auch mit Hilfe von Sprengstoffspürgeräten. Außerdem können auch Fluggäste stichprobenartig gecheckt werden. Dabei werden etwa Papierstreifen oder Wischpads eingesetzt, mit denen der Fluggast oder das Handgepäck an bestimmten Stellen abgestreift wird. Eine direkte chemische Analyse vor Ort soll die Feststellung von Sprengstoffspuren ermöglichen.

Bundespolizei rechnet nicht mit längeren Wartezeiten

Der Aufwand solle so gering wie möglich bleiben, betonte das Bundesinnenministerium. Die Bundespolizei geht jedenfalls nicht davon aus, dass es dadurch zu längeren Wartezeiten kommen wird. Auch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) beruhigt: "Ziel ist, dass bei erhöhter Sicherheit der Servicekomfort für die Flugreisenden nicht beeinträchtigt wird."

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Zur Verhinderung von Terroranschlägen in Flugzeugen gelten seit Anfang März in der EU bereits strengere Kontrollen für das Handgepäck. Neue technische Vorschriften sorgen dafür, dass seitdem Sprengstoffdetektoren (EDS-Geräte) an den Flughäfen bestimmte Standards einhalten müssen und feiner kontrollieren als zuvor.

Von: gk, dpa

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