airliners.de Logo

Interview Fünf Fragen an den Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld

"Fünf Fragen an" Karsten Mühlenfeld zeigen, wie das Jahr an den Berliner Flughäfen aus Sicht des Chefs lief und welche Herausforderungen die größten sind. Dabei geht es nicht nur um den BER.

Karsten Mühlenfeld © dpa / Bernd Settnik

Anlässlich des Jahreswechsels hat airliners.de an die deutschen Flughafen- und Airline-Chefs ein paar Fragen geschickt. Die Antworten veröffentlichen wir in den nächsten Tagen unter der Rubrik "Fünf Fragen an...". Alle Interviews dieser Reihe finden Sie auf unserer Themenseite.

Was war Ihr persönliches Highlight 2015 aus beruflicher Sicht und warum?
Karsten Mühlenfeld: Mein guter Start als neuer CEO der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit einem kompetenten und motivierten Team. Mein Motto "Ruhe ins Schiff bekommen" wurde umgesetzt. Die Erneuerung der Nord-Startbahn in Schönefeld hat gezeigt, dass wir Themen innerhalb der Kosten und innerhalb des geplanten Zeitrahmens abdecken können. Ein weiteres Highlight ist das enorme Passagierwachstum in Schönefeld mit 45 Prozent im November, das wir ohne größere Geräusche umgesetzt haben.

Auf welches Ereignis hätten Sie in diesem Jahr gerne verzichtet und warum?
Mühlenfeld: In Bezug auf den BER war das die Imtech-Insolvenz.

Die Berliner Flughäfen

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) betreibt die Flughäfen in Berlin-Tegel, Schönefeld. Und sie baut den neuen Hauptstadtflughafen BER. Letzterer soll ab Ende 2017 als "Single-Airport" die zwei Standorte ersetzen und dann der drittgrößte Flughafen Deutschlands werden.

Gebäude am neuen Hauptstadtflughafen BER. Foto: © dpa, Bernd Settnik

Welche persönliche Bilanz ziehen Sie in diesem Jahr insgesamt für Ihren Airport?
Mühlenfeld: Wir konnten wichtige Meilensteine am BER abarbeiten. Das weiter steigende Passagierwachstum wurde und wird operativ gut gesteuert. Beides ist eine tolle Teamleistung.

Welche Herausforderungen sehen Sie für das Jahr 2016? Und wie wollen Sie diese angehen?
Mühlenfeld: Die bauliche Fertigstellung des BER mit dem klaren Ziel der Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte 2017 als auch den Start der Erweiterungsmaßnahmen, um die Kapazitäten am Standort Schönefeld den weiterhin stark steigenden Passagierzahlen anzupassen.

Was würden Sie sich für die deutsche Luftfahrtbranche wünschen?
Mühlenfeld: Wir gehen davon aus, dass das Passagierwachstum an unseren Flughäfen Schönefeld und Tegel anhält. Das ist eine gute Nachricht für den Flughafenstandort Berlin-Brandenburg und die gesamte Region. Desweiteren hoffen wir auf eine weitere Liberalisierung der Luftverkehrsabkommen mit Augenmaß.

Von: airliners.de

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Berliner Flughäfen Karsten Mühlenfeld Fünf Fragen an