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Schadenersatzforderungen FTD: Investmentfirmen wollen EADS verklagen

Deka Investment und Irish Investment Managers wollen den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS auf Schadenersatz für den Kursabsturz im Juni 2006 verklagen, berichtet die «Financial Times Deutschland».

EADS-Logo © EADS

Der Sparkassen-Fonds Deka Investment und die irische Anlagegesellschaft Irish Investment Managers wollen einem Pressebericht zufolge von dem Flugzeugbauer EADS Schadensersatz für den Kursabsturz der Aktie im Juni 2006 einklagen. Das Handelsgericht in Amsterdam habe für Donnerstag in dieser Sache eine erste Anhörung der Parteien angesetzt, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD/Montag) unter Berufung auf Finanzkreise.

Zudem gebe es am heutigen Montag am Landgericht Frankfurt eine mündliche Verhandlung über die Zulässigkeit einer Sammelklage in Deutschland für möglicherweise geschädigte EADS-Aktionäre.

Die Anteilsscheine des europäischen Flugzeugbauers hatte im Juni 2006 nach Bekanntgabe von Verzögerungen beim A380 nur an einem Tag 26 Prozent ihres Wertes verloren. Ähnlich wie jetzt beim Militärtransporter A400M habe es interne Fehler beim Management des Großprojekts und eine verspätete Kommunikation über technische Probleme gegeben, schrieb die Zeitung.

Ein EADS-Sprecher habe dies Vorwürfe wegen angeblicher Verstöße gegen Informationspflichten als "völlig unbegründet" zurückgewiesen, hieß es weiter. Dies hätten auch die Ermittlungen der Pariser Börsenaufsicht ergeben. Die französische Börsenaufsicht AMF hatte Mitte Dezember alle Anklagepunkte wegen Insidervorwürfen gegen Manager von EADS und Airbus sowie die EADS-Großaktionäre Daimler und Lagardère fallen gelassen.

Die Verfahren in Amsterdam und Frankfurt verdeutlichten der Zeitung zufolge aber, dass die juristische Aufarbeitung der A380-Verzögerungen anhält und weiter finanzielle Risiken birgt.

Anwälte hätten darauf verwiesen, dass jetzt kein Vorsatz für das Vergehen bewiesen werden muss. Ein Deka-Sprecher habe sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern wollen. Allerdings könnten sich der Klage weitere Kapitalanlagegesellschaften anschließen, hieß es unter Berufung auf Finanzkreise weiter. Die Klage in Frankfurt wird von der Münchner Kanzlei Rotter vorangetrieben. Sie vertritt etwa 35 Kläger, zum Großteil aus dem Ausland, die 19 Millionen Euro Schadensersatz fordern.

Von: dpa-AFX

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