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Friedrichshafen mit Passagierrückgang

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen hat das anvisierte Ziel von 600.000 Passagieren in diesem Jahr verfehlt. Flughafen-Chef Hans Weiss macht dafür die Unruhen in Nordafrika sowie die Luftverkehrsabgabe verantwortlich.

Neues Terminal am Flughafen Friedrichshafen © Flughafen Friedrichshafen / G. Kramm

Die Unruhen im arabischen Raum sowie die innerdeutsche Luftverkehrsabgabe bescheren dem Flughafen in Friedrichshafen in diesem Jahr ein deutliches Minus im Passagierbereich. Die anvisierte Zahl von 600.000 Reisenden sei nicht erreicht worden, sagte der Flughafen-Chef Hans Weiss am Dienstag am Bodensee. Ziele wie Ägypten und Tunesien seien den ganzen Sommer über nicht angeflogen worden. Durch die innerdeutsche Luftverkehrsabgabe hätten zudem viele Reisende, die in Grenznähe wohnen, ihre Flüge in der Schweiz gebucht. "Neun Euro Steuern mehr pro Strecke machen sich bei uns deutlich bemerkbar", sagte Weiss.

Insgesamt wickelten dem Airport-Chef zufolge rund zwei Prozent weniger Fluggäste ihre Flüge über Friedrichshafen ab als im vergangenen Jahr. Da waren es knapp 598.000 Passagiere. "Längerfristig benötigen wir mindestens 800.000 Fluggäste pro Jahr, um im Gesamtergebnis positiv zu sein", fügte Weiss hinzu.

Aufgrund des nicht erreichten Wachstums und einiger Investitionen, durch die das Ergebnis belastet wird, rechnet der Flughafen zum Ende des Jahres mit einem Minus von rund 1,8 Millionen Euro. Das neue Terminal, das im September 2010 in Betrieb genommen wurde, habe sich hingegen bewährt, sagte Weiss. Der Flughafen sei bestens vorbereitet auf die Skitouristik-Welle nach Weihnachten.

Von: dapd

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