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Rundschau Lufthansa-Friedenspflicht, Flugzeug-Bestellungen und Kritik an Condor-Rettung

Ufo und Lufthansa einigen sich auf eine Friedenspflicht bei allen Konzern-Airlines, Airbus und Boeing sacken Bestellungen auf der Dubai Air Show ein und Tui-Chef Joussen kritisiert den Condor-Überbrückungskredit. Die Rundschau der Kurzmeldungen.

Visualisierung einer A330 Neo der Gecas © Airbus

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Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben sich für die anstehende Schlichtung zu einer Friedenspflicht bei allen Konzern-Airlines geeinigt. Die Ufo will der Schlichtung damit "eine realistische Chance" geben. Weiterlesen

Tui-Chef Fritz Joussen hat in einem Interview mit der "Neue Zürcher Zeitung" kaum verhohlene Kritik am staatlichen Überbrückungskredit für Condor geübt. "Wenn man die 19-€-Flüge nach Mallorca nicht will, muss man das Überangebot beenden. Aber wenn dann eine Airline vor dem Aus steht, kommt die Regierung und fühlt sich berufen, zu retten," so der oberste Manager der größten Tourismusgruppe der Welt.

Das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen ist im Oktober besonders strikt eingehalten worden. Die hessische Luftaufsicht registrierte lediglich 36 verspätete Landungen nach 23.00 Uhr und genehmigte drei Starts nach 23.00 Uhr, wie das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium am Dienstag in Wiesbaden auf Anfrage berichtete. Ein Jahr zuvor hatte es in der kritischen Zeit 79 Flugbewegungen gegeben und im Oktober 2017 sogar 101.

Die Iata fordert von Deutschland ein Umdenken in der Flughafenplanung, berichtet die "FAZ". "Weitere Infrastrukturinvestitionen sollten sich nur auf die großen Drehkreuze konzentrieren", zitiert das Blatt aus einem Papier des Airline-Verbandes. Deutschland sei für Airlines zu teuer und vertue Zukunftschancen im Luftverkehr.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes der Luftfahrtsachverständigen hat Roland McKay einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt, teilt der Verband mit. Vorgänger Frank Peter Dörner war zurückgetreten, Gründe hierfür wurden nicht genannt. Foto: © Verband der Luftfahrtsachverständigen

Flugzeugbestellungen auf der Dubai Air Show

Air Astana aus Kasachstan hat eine Absichtserklärung für den Kauf von 30 Boeing 737 Max 8 unterzeichnet, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es sei geplant, die Bestellung in den kommenden Monaten fix zu machen. Boeing erklärte anlässlich der derzeit stattfindenden Dubai Airshow, die 737 Max sollten künftig als "Rückgrat" für Air Astanas Billigfluglinie Fly Arystan dienen. Air-Astana-Chef Jens Bischof sagte, das Unternehmen habe "volles Vertrauen" darin, dass Boeing "sichere, verlässliche und effiziente Flugzeuge" liefere.

GE Capital Aviation Services (Gecas) hat einen festen Auftrag über zwölf A330 Neo und 20 A321 XLR unterzeichnet, teilt Airbus mit. Die Vereinbarung für die Schmalrumpfmaschinen beinhalteten einen Auftrag für 13 neue Flugzeuge und die Umwandlung einer bestehenden Order über sieben A321. Damit habe Gecas nun insgesamt 45 A330 und 588 Maschinen der A320-Familie bestellt.

Airbus findet einen weiteren Abnehmer für die neuen Langstrecken-Single-Aisle-Maschinen: Der saudische Billigflieger Flynas hat auf der Dubai Airshow zehn A321 XLR fest bestellt, teilt der Flugzeugbauer mit. Flynas ist bereits Airbuskunde und hatte vor drei Jahren 80 Maschinen der A320-Neo-Familie geordert.

Easyjet, größter europäischer Kunde für die A320-Neo-Familie, hat ihren Auftrag für das Muster um zwölf Exemplare auf 159 Flugzeuge aufgestockt. Insgesamt hat die Low-Cost-Airline damit 480 Singe-Aisle-Jets bei Airbus bestellt, von denen sie gegenwärtig 333 auf über 1.000 Strecken in Europa betreibt.

Von: airliners.de

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