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Konzentration auf Cargo? Fraport: Zehn Nachtflüge in Frankfurt reichen

Fraport senkt seine Forderungen im Streit um das Nachtflugverbot am Flughafen Frankfurt. Statt der bisher geforderten 17 Nachtflüge wäre der Flughafenbetreiber nun auch mit zehn Nachtflügen für Luftfracht einverstanden. Wegfallen würden dann die Charterflüge.

Im Streit um das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen ist die Betreibergesellschaft Fraport bereit, ihre Forderungen zu senken. Statt der bislang verlangten 17 Starts und Landungen reichten auch zehn, bestätigte ein Fraport-Sprecher am Freitag.

«Wenn die Touristikflüge herausgerechnet werden, dann bleiben zehn übrig.» Dies könne ein Ergebnis sein, das allen Beteiligten gerecht werde. Die Auseinandersetzung um ein Nachtflugverbot wird derzeit juristisch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ausgetragen.

Fraport-Chef Stefan Schulte hatte laut «Frankfurter Neue Presse» zuvor erklärt, zehn Flüge reichten derzeit zur wirtschaftlichen Sicherung von Frachtflügen aus. Mit dieser Aussage habe der Fraport-Chef «deutlich gemacht, wo man auf Basis des Kasseler Urteils landen könnte», sagte der Sprecher.

Lufthansa Cargo hat zurzeit Bedarf an knapp zehn Slots pro Nacht. Allerdings fliegt derzeit auch die in Frankfurt beheimatete Condor Touristikflüge zu Nachtzeiten.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte im August 2009 die im Planfeststellungsbeschluss enthaltenen 17 Ausnahmen vom Nachtflugverbot für unzulässig erklärt. In der Zeit zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens starten laut Fraport derzeit bis zu 50 Maschinen.

Von: dpa, airliners.de

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